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DFB-Team

Das deutsche Olympia-Team gegen Saudi-Arabien unter Druck: Die voraussichtliche DFB-Aufstellung

Christian Gaul
Stefan Kuntz muss seinen Spielern eine neue Chance geben
Stefan Kuntz muss seinen Spielern eine neue Chance geben / Laszlo Balogh/Getty Images
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Nach der Auftakt-Niederlage gegen Brasilien steht das deutsche Team bei den Olympischen Spielen unter Druck. Gegen Saudi-Arabien muss ein Sieg her. Hier gibt es die voraussichtliche Aufstellung der Männer von Stefan Kuntz.


Gegen die Brasilianer sah die deutsche Rumpf-Elf lange Zeit hoffnungslos unterlegen aus. Das 2:4 war am Ende einer Steigerung in der zweiten Hälfte zu verdanken, dennoch standen die Deutschen nach der Partie ohne Punkte und mit vielen Fragezeichen da.

Am morgigen Sonntag um 13:30 Uhr kann sich die deutsche Auswahl hoffentlich gegen die ebenfalls noch punktlose Mannschaft von Saudi-Arabien (1:2 gegen die Elfenbeinküste) in das Turnier zurück kämpfen. Zahlreiche personelle Änderungen sind kaum zu erwarten, da schlicht die Alternativen fehlen.

Ein Führungsspieler wird jedoch definitiv ersetzt werden müssen.

Arnold fehlt gesperrt - Pieper mit der richtigen Reaktion?

Nach der Niederlage gegen Brasilien zeigte sich besonders Innenverteidiger und U21-Europameister Amos Pieper schwer enttäuscht, der an der Gala seines Gegenspielers Richarlison unfreiwillig stark beteiligt war.

"Ich war bei jedem Gegentor nicht auf der Höhe – mehr kann ich nicht sagen. Für das Team tut mir das sehr leid. Das darf mir nicht passieren, ist mir aber passiert. Vielleicht habe ich jetzt noch kurz dran zu knabbern, aber dann geht’s weiter", so der 23-jährige Bielefelder (via Bild).

Schon zur Halbzeit wurde er von Trainer Stefan Kuntz erlöst und durch den Herthaner Jordan Torunarigha ersetzt. Konnte Pieper sich in den vergangenen Tagen wieder für die Startelf anbieten oder lässt ihn Kuntz erneut draußen? Neben Torunarigha wäre auch der nachnominierte Freiburger Keven Schlotterbeck eine Option.

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Amos Pieper lief auch gegen Cunha oft hinterher / YOSHIKAZU TSUNO/Getty Images

Aufgrund der engen Personal-Decke - die deutsche Mannschaft reiste nur mit 15 Feldspieler zum Turnier - werden weitere Wechsel nur bei verändertem System möglich sein, wenn man von der Position im zentralen Mittelfeld absieht.

Denn Maximilian Arnold flog gegen Brasilien mit Gelb-Rot vom Feld und wird nun gesperrt zuschauen müssen. Die logische Wahl wäre hier der Neu-Bochumer Eduard Löwen.

Eine weitere Möglichkeit könnte sein, dass Kuntz mit Anton Stach und Arne Maier auf eine reine Doppel-Sechs bauen wird und Max Kruse als Zehner installiert.

Ragnar Ache könnte nach seinem Treffer gegen Brasilien als Sturmspitze auflaufen, während Nadiem Amiri und Marco Richter die Flügel besetzen.

Im Tor zeigte Florian Müller trotz der vier Gegentreffer zuletzt eine starke Partie. Benjamin Henrichs, Felix Uduokhai und David Raum sind alternativlos.

Sollte die deutsche Mannschaft gegen die Saudis verlieren und sich Brasilien und die Elfenbeinküste auf ein Unentschieden einigen, wäre man bereits draußen. Es hilft also nur eine Trotzreaktion, die man bestenfalls mit drei Punkten garniert.

Die voraussichtliche Aufstellung der deutschen Mannschaft gegen Saudi-Arabien:

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