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Offiziell: Fritz Keller tritt als DFB-Präsident zurück

Simon Zimmermann
Fritz Keller ist offiziell als DFB-Präsident zurückgetreten
Fritz Keller ist offiziell als DFB-Präsident zurückgetreten / Handout/Getty Images
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Gerade einmal 20 Monate währte die Amtszeit von Fritz Keller als DFB-Präsident. Am Montag trat der 64-Jährige offiziell von seinem Amt zurück - noch vor und unabhängig von dem Urteil der Ethikkammer des DFB-Sportgerichts. Dieses hatte sich nach einer vierstündigen Verhandlung am vergangenen Freitag auf Mitte der Woche vertagt.


Keller zog die Konsequenzen aus seinem Vergleich zwischen Nazi-Richter Freisler und dem ersten DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch. "Wie angekündigt, stelle ich mein Amt als Präsident für einen tiefgreifenden und notwendigen Neuanfang im Sinne des Deutschen Fußball-Bundes zur Verfügung. Ich übernehme damit persönlich Verantwortung für meine Entgleisung in der Präsidiumssitzung vom 23. April 2021, die trauriger Tiefpunkt der desolaten Führungssituation des DFB bleiben soll", heißt es in der Erklärung des 64-Jährigen.

Wer wird neuer DFB-Präsident?

Wer nun Kellers Nachfolge beim größten Sportverband der Welt übernimmt, ist noch völlig offen. Nach Theo Zwanziger, Wolfgang Niersbach und Reinhard Grindel ist Keller der nächste Präsident, der sich vorzeitig verabschiedet. Konstanz sucht man an der Verbandsspitze seit Jahren vergebens.

Einen klaren Favoriten auf die Keller-Nachfolger scheint es aktuell noch nicht zu geben. Namen wurden zuletzt einige genannt: Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Philipp Lahm und am Samstagabend im ZDF-'Sportstudio' von Manuel Gräfe auch Bibiana Steinhaus.

Personeller Wechsel an der DFB-Spitze reicht nicht aus

Gräfe führte in der Diskussion richtig an, dass ein personeller Wechsel an der Spitze des DFB nicht ausreichen wird - das haben die vergangenen Jahre deutlich gezeigt. Es wäre vielmehr an der Zeit, die verkrusteten Verbandsstrukturen aufzureißen. Ob das unter den aktuellen Bedingungen beim DFB möglich ist, darf jedoch angezweifelt werden.

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