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BVB

Der "einzigartige Haaland" - über seine Zukunft beim BVB, Ronaldo und Messi

Simon Zimmermann
Erling Haaland hat über seine BVB-Zukunft gesprochen
Erling Haaland hat über seine BVB-Zukunft gesprochen / Lars Baron/Getty Images
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Erling Haaland ist und bleibt das große Thema in Dortmund. Nach seinem Wut-Abgang von Köln konnte man sich fragen, ob der Torjäger genug hat von den Rückschlägen im BVB-Trikot. Im Kreis der norwegischen Nationalmannschaft äußerte er sich zu seiner Zukunft - und vergleiche mit Ronaldo und Messi.


Die Szene nach dem 2:2 in Köln ist allen BVB-Fans im Kopf: Erling Haaland reißt sich sein Trikot vom Leib, wirft es Gegenspieler Jorge Meré zu und stampft Sekunden nach dem Apfiff wutentbrannt in die Kabine.

Es war eine Szene vom vergangenen Samstag, die die Sorgenfalten bei Schwarz-Gelb größer werden ließ. Hat der 20-jährige Norweger überhaupt noch Bock auf den BVB? Auf weitere Rückschläge und im Worst Case, auf eine Saison ohne Champions League?

"Ich habe noch drei Jahre Vertrag in Dortmund. Und darüber bin ich nicht böse."

Erling Haaland, Dagbladet

Fest steht, die europäische Elite ist heiß auf das "Phänomen Haaland". 33 Tore in 31 Spielen für Borussia Dortmund haben seinen Marktwert ins Unermessliche steigen lassen. Insbesondere auf der Königsklassen-Bühne zeigt der Norweger, welch grandioser Torjäger er jetzt schon ist - und welch Versprechen er für die Zukunft sein wird. Klar, dass alle Topteams diese Tormaschine gerne in ihren Reihen wissen wollen.

Reus schwärmt von Haaland: "Er ist einzigartig"

"Einen wie Haaland habe ich im Klub noch nie gesehen. Er ist einzigartig. Im letzten dreiviertel Jahr hat er sich noch mal extrem weiterentwickelt. Er weiß mit Ball und Gegner im Rücken mehr anzufangen. Seine Erfolge und Tore bringen eine unheimliche Wucht mit, die uns hilft", schwärmt BVB-Kapitän Marco Reus im Podcast 'kicker meets DAZN'.

Für Reus ist Haaland "eine Wucht"
Für Reus ist Haaland "eine Wucht" / Lars Baron/Getty Images

Vertraglich ist Haaland noch bis 2024 an die Dortmunder Borussia gebunden. Erst im Sommer 2022 greift eine Ausstiegsklausel, die dem Vernehmen nach bei um die 100 Millionen Euro liegen soll. Sollte Haaland aufgrund der sportlichen Situation tatsächlich einen Abschied schon 2021 forcieren, wären wohl ein Betrag weit über dieser Summe fällig.

Wie ehrgeizig der junge Norweger ist, hat nicht nur die Szene vom Samstag in Köln gezeigt. Haaland strebt nach dem Allerhöchsten! Ist der BVB also über den Sommer hinaus die richtige Adresse für seine Pläne und Entwicklung?

Haaland "nicht böse" über BVB-Vertrag

Beim Nationalteam, mit dem er am Mittwoch im Rahmen der WM-Qualifikation in Gibraltar antritt, sprach Haaland über seine Zukunft. Seine Aussagen gegenüber Dagbladet können die BVB-Fans zumindest ein wenig beruhigen: "Ich habe noch drei Jahre Vertrag in Dortmund. Und darüber bin ich nicht böse." Was genau diese Aussage allerdings bedeutet, ist (noch) unklar. Akut wäre ein möglicher Abgang nur beim Verpassen der Champions-League-Qualifikation. Aktuell kein undenkbares Szenario.

Zieht der BVB in die Königsklasse ein, wird Haaland ein weiteres Jahr in Dortmund verbringen. So weit kann man sich aus dem Fenster lehnen. Gelingt das nicht, könnte es zumindest eng werden. Vorausgesetzt, ein Klub ist in der Lage und bereit, eine Mega-Summe zu bezahlen.

Stand jetzt, bleibt das aber Zukunftsmusik. Genauso wie Vergleiche mit den absoluten Granden - findet Haaland. "Die Medien sind diejenigen, die darüber schreiben, ich konzentriere mich nicht auf diese Dinge. Ich möchte mich jeden Tag verbessern. Ronaldo und Messi ... da muss ich nicht viel sagen. Sie sind sie die besten aller Zeiten. Sie sind immer noch sehr weit weg", gab er sich bescheiden.

Stück für Stück, Tor für Tor will Haaland den GOATs unserer Zeit näher kommen. Bei seinem Ehrgeiz ist dieses Vorhaben gewiss. Wie gewiss es ist, dass Haaland weiter für den BVB auf Torejagd geht, bleibt offen.

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