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Zukunftsfrage bei David Alaba: Keine Entscheidung in Sicht

Philipp Geiger
Feierte mit dem FC Bayern seine neunte Meisterschaft: David Alaba
Feierte mit dem FC Bayern seine neunte Meisterschaft: David Alaba / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Die Verantwortlichen des FC Bayern München treiben die Kaderplanungen für die kommende Saison mit Hochdruck voran. Nach der ablösefreien Verpflichtung von PSG-Talent Tanguy Nianzou Kouassi steht auch der Transfer von Leroy Sané unmittelbar vor dem Abschluss. Bei der Vertragsverlängerung von David Alaba ist allerdings weiterhin Geduld gefragt. Der österreichische Nationalspieler stellt seine eigene Zukunft derzeit hinten an.

Während mit Manuel Neuer und Thomas Müller in den vergangenen Monaten zwei absolute Leistungsträger ihren Vertrag jeweils bis 2023 verlängert haben, waren die Bemühungen der Verantwortlichen bei Alaba bislang noch nicht von Erfolg gekrönt. Der 28-Jährige ist einer von insgesamt fünf Spielern im Kader, deren Verträge im Sommer 2021 auslaufen. Sollte sich der Verteidiger gegen eine Verlängerung beim Rekordmeister entscheiden, wäre ein Verkauf in diesem Sommer die logische Konsequenz, um für den Publikumsliebling noch eine entsprechende Ablöse zu kassieren.

""In den letzten Wochen lag der Fokus auf den sportlichen Aufgaben.""

David Alaba

Eine zeitnahe Entscheidung im Vertragspoker ist derzeit nicht in Sicht. "In den letzten Wochen lag der Fokus auf den sportlichen Aufgaben, daran ändert sich auch in den nächsten nichts", erklärte Alaba im Interview mit dem kicker. Nach dem DFB-Pokal-Finale am kommenden Samstag sind die Bayern im August noch im Finalturnier der Champions League gefordert.

Wechselte im Sommer 2008 zum FC Bayern: David Alaba
Wechselte im Sommer 2008 zum FC Bayern: David Alaba / Pool/Getty Images

Über die Frage, was für und was gegen einen Verbleib in München spricht, macht sich der Österreicher "im Moment keine Gedanken". Alaba ist sich jedoch darüber bewusst, dass er irgendwann eine Entscheidung fällen muss. Wann dies der Fall sein wird, wisse er allerdings nicht. Die ungewisse Zukunft stellt für den 28-Jährigen laut eigener Aussage keine Belastung dar.

Gehalt als Knackpunkt?

Wie die Sport Bild berichtet, sind die Vertragsverhandlungen aufgrund der hohen Gehaltsforderungen des Österreichers ins Stocken geraten. Der Sportzeitschrift zufolge lehnen die Verantwortlichen eine deutliche Gehaltserhöhung für den gebürtigen Wiener ab. Aktuell soll der Linksfuß inklusive Boni maximal 15 Millionen Euro pro Saison verdienen.

Ein höheres Salär könnte Alaba möglicherweise bei einem der potenziellen Interessenten einstreichen. Bei City-Coach Pep Guardiola, der den Nationalspieler noch bestens aus der gemeinsamen Zeit beim Rekordmeister kennt, steht der Verteidiger laut Guardian-Informationen hoch im Kurs. Auch Real Madrid wird wieder als Interessent gehandelt.

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