Roland Virkus verrät: Darum wurde Jan Olschowsky nicht die neue Nummer eins

Jan Kupitz
Jan Olschowsky
Jan Olschowsky / Christof Koepsel/GettyImages
facebooktwitterreddit

Mit Jonas Omlin hat Borussia Mönchengladbach nach dem Abgang von Yann Sommer eine neue Nummer eins verpflichtet. Roland Virkus hat nun erklärt, warum Jan Olschowsky nicht zum Stammkeeper befördert wurde.


Als das Interesse des FC Bayern an Yann Sommer erstmals bekannt geworden war, wurde hierzulande schnell und übereinstimmend berichtet, dass ein Transfer nur möglich sei, wenn Gladbach zuvor einen passenden Nachfolger verpflichten könnte. Das stieß in manchen Teilen des Fanlagers auf Verwunderung, schließlich hat die Borussia mit Jan Olschowsky einen jungen und entwicklungsfähigen Keeper in den eigenen Reihen, der vor der WM-Pause gegen den BVB eine Wahnsinnspartie abgeliefert hatte.

Es gab in den sozialen Netzwerken nicht wenige Stimmen, die sich nach dem Sommer-Verkauf gewünscht hätten, Olschowsky das Vertrauen als Stammkeeper zu schenken. Auch Gladbach-Legende Wolfgang Kleff schrieb in seiner Bild-Kolumne: "Ich hätte lieber auf die eigenen Leute gesetzt und denen vertraut. Olschowsky hat doch vor allem gegen Dortmund bewiesen, was er kann. Ich habe auch mit 21 Jahren mein erstes Bundesliga-Spiel gemacht, Marc-André ter Stegen sogar mit 18 Jahren - da wusste man auch noch nicht sicher, wohin der Weg gehen würde."

Der ehemalige Torhüter, der 429 Pflichtspiele für die Elf vom Niederrhein bestritt hat, mahnte: "Wenn ich als junger Spieler jetzt noch ein paar Jahre hinter Omlin auf der Bank sitzen muss, gehen Moral und Selbstvertrauen doch flöten."

Gladbach will Olschowsky "nicht verheizen"

Gegen diese Sicht der Dinge wehrt sich Gladbachs Sportdirektor Roland Virkus jedoch vehement. "Ich glaube, dass man einfach einem so jungen Torhüter damit sehr viel aufbürdet in einer Situation, die trotz alledem noch nicht stabil genug ist", erläuterte der 56-Jährige gegenüber der Bild die Entscheidung, mit Omlin eine externe Nummer eins zu holen. "Deswegen haben wir mit ihm [Olschowsky] auch ganz offen und transparent gesprochen und haben ihm das auch so gesagt."

Virkus betonte, dass der 21-jährige Olschowsky "sicherlich die Zukunft für uns" ist. In der aktuellen Situation wollte man das Eigengewächs aber "nicht verheizen".


Alles zu Borussia Mönchengladbach bei 90min:

Alle Gladbach-News
Alle Bundesliga-News
Alle Transfer-News

facebooktwitterreddit