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1. FC Köln

Darum blüht Meré beim 1. FC Köln wieder auf

Janne Negelen
Aktuell ist Mere wieder gesetzt
Aktuell ist Mere wieder gesetzt / Christof Koepsel/Getty Images
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Es ist schon eine sehr merkwürdige Geschichte um Jorge Meré und den 1. FC Köln. Seit dem Sommer 2017 steht der Spanier bei den Geißböcken unter Vertrag. Nachdem der Innenverteidiger in dieser Saison aussortiert schien, kämpfte er sich erneut zurück.

In seinen jungen Jahren hat Jorge Meré schon einiges erlebt. Einen Abstieg, einen Aufstieg und eine immer wechselnde Perspektive beim Effzeh. Aus teils unerklärlichen Gründen kam der Abräumer schon oft komplett aus dem Rhythmus und konnte sich mehrere Wochen nicht auszeichnen.

Nachdem er auch in dieser Saison zu den Verkaufskandidaten gezählt wurde, hat er sich nun aber endlich stabilisieren können - und noch mehr. Seit Mitte Dezember stand er sechs Mal in der Startelf und sorgte auch mit seinen Leistungen für den leichten Aufwärtstrend.

Gespräch mit Gisdol könnte die Lösung gewesen sein

Dabei fragte man sich immer wieder, was die Schwächephasen des 23-Jährigen ausgelöst hat. An Verletzungen kann es nicht liegen, denn kaum verpasste Meré in Köln bisher mehr als zwei Spiele am Stück. Dennoch scheint der aktuelle Trainer Markus Gisdol eine Lösung gefunden zu haben.

Wie die Bild berichtete, gab es kurz vor dem Jahreswechsel ein intensives Gespräch zwischen dem Übungsleiter und seinem Schützling. "Beide haben dabei die Situation intensiv diskutiert. Jorge wurde vermittelt, dass man ihn braucht und wir an ihn glauben. Der Trainer hat ihm auch mitgeteilt, dass ein Wechsel nicht infrage kommt", wie Sportchef Hors Heldt bestätigte.

Menschenfänger Gisdol soll sein Sorgenkind ordentlich aufgebaut haben
Menschenfänger Gisdol soll sein Sorgenkind ordentlich aufgebaut haben / Lars Baron/Getty Images

Auch wenn er medial als Wechselkandidat galt, stärkte ihm sein Trainer also den Rücken. Fortan brachte er seine Leistung und wirkte deutlich selbstbewusster. Allein beim so befreienden Derby-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach zeigte er sich famos und gewann unter anderm 86 Prozent seiner Zweikämpfe.

Neben seinen bestechenden Zahlen wird der Spanier aber auch als Motivator und Taktgeber immer wichtiger. "Es hat nie jemand bestritten, dass Jorge diese Qualitäten hat. Die Verantwortlichen hatten sich ja etwas dabei gedacht, als er verpflichtet wurde", so Heldt weiter. Sein Vertrag bei den Geißböcken gilt noch bis 2023. Vermutlich wird er nun endlich einmal über die nächste Transferperiode hinaus denken können.

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