Borussia Mönchengladbach

Daran hakt die Trennung zwischen Eberl und Gladbach

Simon Zimmermann
Max Eberl will wohl bald in Leipzig wieder loslegen
Max Eberl will wohl bald in Leipzig wieder loslegen / Matthias Hangst/GettyImages
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RB Leipzig will Max Eberl als neuen Sportdirektor verpflichten. Der 48-Jährige muss seinen Vertrag in Gladbach aber zuvor noch auflösen. Die Fohlen wollen eine angemessene Ablösesumme für den langjährigen Manager. Für Unmut am Niederrhein soll derweil Eberls Vorgehensweise gesorgt haben.


Anfang des Jahres musste Max Eberl einen harten Schnitt machen und die Fußballbühne abrupt verlassen. Gladbachs langjähriger Erfolgsmanager war plötzlich weg - und das, obwohl er erst kurz zuvor seinen Vertrag am Niederrhein bis 2026 verlängert hatte.

Doch für Eberl ging seine Gesundheit vor, in einer emotionalen Pressekonferenz verkündete er seinen sofortigen Abschied und erklärte die Beweggründe. Nun, gute neun Monate später scheint er langsam aber sicher bereit, wieder zurückzukehren. Nicht nach Gladbach, sonder nach Leipzig.

RB sucht händeringend nach einem geeigneten Sportdirektor und hat den 48-Jährigen als Wunschkandidaten ausgemacht. Eberl scheint ebenfalls zu wollen - allerdings erst ein wenig später gegen Ende des Jahres.

Gladbach will 5 Mio. Euro plus Boni

Die größte Hürde, um den Deal abzuwickeln, bleibt aber der laufende Vertrag von Eberl bei der Borussia. Nach dessen Aus wurde dieser nicht aufgelöst, sondern lediglich ruhen gelassen. Heißt: Gladbach muss einer Auflösung nun zustimmen, bevor Eberl in Leipzig unterschreiben kann.

Erste zaghafte Gespräche soll es bereits gegeben haben. Gladbach schmetterte ein 500.000-Euro-Angebot der Leipziger ab. Am Niederrhein hat man in Sachen Ablöse ganz andere Vorstellungen. Zunächst waren von zehn Millionen Euro als Schmerzgrenze die Rede. Mittlerweile berichtet die Bild von fünf Millionen Euro, die mindestens fällig werden. Plus Boni, sollte Eberl mit RBL Titel holen.

Eberl hat sich noch nicht in Gladbach gemeldet

Doch offenbar scheint es nicht nur ums Geld zu gehen. Auch nicht darum, dass Eberl "ausgerechnet" zu einem Klub wie Leipzig wechselt, den er als Gladbacher noch teils heftig kritisiert hatte. Laut Bild soll den Gladbacher Verantwortlichen vor allem sauer aufstoßen, dass sich Eberl noch nicht bei ihnen gemeldet hat. Stattdessen hat er offensichtlich schon mit Leipzig verhandelt, ohne seinen Ex-Klub, bei dem er offiziell noch unter Vertrag steht, zu informieren.

Sicherlich eine unglückliche Vorgehensweise des 48-Jährigen. Zu tief dürften die Gräben aber noch nicht sein, um eine Einigung tatsächlich scheitern zu lassen. Und am Ende wird sich wohl auch RB Leipzig dazu durchringen, die rund fünf Millionen Euro an den Niederrhein zu überweisen...


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