Bundesliga

Danny da Costas rasanter Abstieg bei der SGE: Vom Dauerbrenner zum fünften Rad am Wagen

Guido Müller
Zur Zeit ziemlich außen vor bei der SGE: Danny da Costa
Zur Zeit ziemlich außen vor bei der SGE: Danny da Costa / BSR Agency/GettyImages
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass Danny da Costa, zusammen mit der berühmt-berüchtigten "Büffelherde" bei der Frankfurter Eintracht, für Angst und Schrecken bei den Gegnern sorgte. Ob national oder in der Europa League. Doch diesen Hochzeiten des Kickers folgte ein tiefer Fall.


Man muss es sich noch mal vor Augen führen: in der ersten europäischen Spielzeit der Hessen nach vierjähriger Abstinenz, in der Saison 2018/19, absolvierte der Rechtsverteidiger alle 34 (!) Ligaspiele sowie sämtliche 14 Auftritte der Hessen in der Europa League über die volle Distanz.

Kontinuierliche Abwärtsentwicklung seit der Saison 2018/19 - mit Zwischenhoch in Mainz!

Mehr Stammspieler geht nicht. Doch schon eine Saison später sanken diese Zahlen, auch aufgrund einiger Verletzungen, auf 19 Liga-Spiele und - aufgrund des frühzeitigen Ausscheidens in der Europa League gegen den FC Basel - 9 Partien im Europapokal.

Richtig mies wurde es dann in der letzten Saison, als er in der Hinrunde derselben quasi nur noch als Kurzzeitarbeiter eingesetzt wurde. Den einzigen Ausweg aus dieser Sackgasse bot da ein Wechsel im Winter 2020/21 zum FSV Mainz 05.

Und bei den Rheinhessen schien der gebürtige Neusser auch wieder an alte Leistungen anknüpfen zu können. Jedenfalls bestritt er 16 der 17 Rückrunden-Partien und hatte entscheidenden Anteil am Klassenerhalt der Mainzer.

Entsprechend aufgepumpt mit neuem Selbstvertrauen kehrte da Costa im Sommer zurück an den Riederwald - wo mit Oliver Glasner ein neuer Coach das Sagen hatte.

Unter Glasner mit noch weniger Einsätzen als zuvor unter Hütter

Und der konnte offenbar noch weniger mit da Costa anfangen, als davor sein Vorgänger Adi Hütter. Kam da Costa in den ersten sieben Saisonspielen wenigstens noch zu fünf Einsätzen (zwei davon über die volle Spielzeit), ist er seit nunmehr vier Spielen völlig außen vor und erhielt nicht einmal mehr eine Nominierung für den Spieltagskader.

Oliver Glasner
Kann mit da Costa offenbar noch weniger anfangen als zuvor Adi Hütter: Oliver Glasner / Alexander Hassenstein/GettyImages

Beim letzten Spiel der Eintracht vor der Länderspielpause (2:1 bei Greuther Fürth) begann Glasner mit Erik Durm auf der Rechtsverteidigerposition, brachte danach Almamy Touré und beendete die Partie mit Timothy Chandler.

Selbst Aymen Barkok, der eigentlich in offensiveren Gefilden zuhause ist, zieht Glasner da Costa mittlerweile vor.

Neuerliche Leihe zum FSV Mainz steht nicht auf dem Programm

Und ein Ende der Perspektivlosigkeit für da Costa ist nicht in Sicht. Denn eine neuerliche Leihe zum FSV Mainz in diesem Winter wird es wohl nicht geben. Zumindest wenn man den Worten des Mainzer Sportchefs Christian Heidel glauben schenken kann.

Zwar hätten die Mainzer da Costa im Sommer gerne ein weiteres Mal ausgeliehen, doch das gestaltete sich schon finanziell mehr als schwierig. Stattdessen haben die Mainzer den Schweizer Silvan Widmer verpflichtet.

Silvan Widmer
Ihn holten die Mainzer als Ersatz für da Costa: Silvan Widmer / Frederic Scheidemann/GettyImages

"Auch wir haben uns umorientiert", sagte Heidel zuletzt gegenüber der Bild-Zeitung. "Wir können jetzt nicht einfach einen Spieler holen, weil er ein Super-Typ ist, aber wir eigentlich auf der Position besetzt sind. Deswegen stellt sich die Frage jetzt nicht."

Die Lösung für da Costas Probleme bei der SGE hatte Heidel dann auch gleich parat: "Er muss sich in Frankfurt einfach durchsetzen.“

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