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Eintracht Frankfurt

Da Costa und Kohr schreiben Mainzer Erfolgsgeschichte mit - und hoffen auf neue Chance in Frankfurt

Simon Zimmermann
Danny da Costa und Dominik Kohr kehren wohl zur SGE zurück
Danny da Costa und Dominik Kohr kehren wohl zur SGE zurück / Pool/Getty Images
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Für Mainz 05 waren die Leihen von Danny da Costa und Dominik Kohr ein Glücksfall. Die beiden Frankfurter haben sich beim FSV auf Anhieb etabliert und sind zentrale Bestandteile der Mainzer Aufholjagd. Am Sonntag treffen beide auf ihren Stammklub, bei dem sie in der kommenden Saison wieder ihre Chance suchen wollen.


Bei der Frankfurter Eintracht wurden Danny da Costa und Dominik Kohr zu Nebendarstellern degradiert. Ohne gute Aussichten auf regelmäßige Spielpraxis zog es das SGE-Duo im Januar leihweise zu Mainz 05. Bei den Nullfünfern sollten die beiden erfahrenen Bundesliga-Akteure mithelfen, unter dem neuen Trainer Bo Svensson die Aufholjagd zu starten.

Ein Plan, der beinahe perfekt aufging. Da Costa und Kohr waren auf Anhieb wichtige Faktoren für das starke zweite Mainzer Halbjahr, das den FSV von einer schier aussichtslosen Lage im Tabellenkeller nach oben katapultierte. Drei Spieltage vor Saisonende sind die Weichen auf Klassenerhalt gestellt - eine Europa-League-reife Rückserie sei Dank.

Svensson schwärmt vom SGE-Duo

"Ich bin sehr zufrieden mit beiden", erklärte Svensson gegenüber dem kicker. Sowohl von den "fußballerischen und menschlichen Qualitäten", betonte der FSV-Coach. Da Costa und Kohr zeigen "Hunger nach mehr" und den Willen, "hier etwas positiv zu beeinflussen", hob er hervor.

Belegen lässt sich dieser Eindruck in Zahlen: Zwölfmal stand das Leih-Duo gemeinsam auf dem Platz, 25 Punkte holten die Mainzer dabei. Unter dem Strich ist der FSV mit da Costa und Kohr das fünftbeste Rückrundenteam.

Da Costa und Kohr kehren nach Frankfurt zurück

Am Sonntag kommt es nun zum Wiedersehen mit dem Mainzer Leih-Duo und der Eintracht (15.30 Uhr). Für beide Teams ein enorm wichtiges Spiel. Frankfurt will mit einem Heimsieg auf Champions-League-Kurs bleiben, die Mainzer könnten mit einem Dreier den Klassenerhalt endgültig perfekt machen.

Das Leih-Duo darf auf jeden Fall auflaufen. Die Eintracht verzichtete auf eine Sperrklausel, wie es häufig üblich ist in der Bundesliga. "Das ist bei uns nicht der Fall, das haben wir noch nie gemacht, weil das einen faden Beigeschmack hat", bezog Noch-Sportdirektor Bruno Hübner dazu Stellung.

Hübner stellte dabei auch heraus, dass das Leihgeschäft ein voller Erfolg für alle Beteiligten war. Dabei gab er auch einen deutlichen Hinweis, dass die SGE beide Leihspieler zurückerwartet: "Grundsätzlich haben beide funktioniert, sie sind ein großer Bestandteil des Erfolgs von Mainz 05. Danny und Dominik haben sich wirklich etabliert: Sie haben Mainz geholfen, Spielpraxis erhalten und kommen mit breiter Brust zurück."

Svensson dagegen, scheint bereits zu wissen, dass er ohne das Duo planen muss. "Ich weiß gar nicht, ob das möglich ist. Ich bin sehr froh, die Spieler für die nächsten Spiele zu haben und weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann. Was nach der Saison kommt, das werden wir sehen", so der Mainzer Übungsleiter.

Da Costa und Kohr mit guten Aussichten in Frankfurt?

Alles spricht also für eine Rückkehr der beiden nach Frankfurt. Da Costa kommt dann mit nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit zurück. Der 27-Jährige muss sich unter dem neuen Coach gegen Erik Durm und Almamy Toure behaupten. Sollte die CL-Quali gelingen, steigen die Chancen auf Einsatzzeiten allein schon wegen der vielen Spiele.

Etwas anders ist die Lage bei Kohr. Der 27-Jährige besitzt noch einen Vertrag bis 2024. Kohr muss sich in der Mittelfeld-Zentrale vor allem gegen Sebastian Rode und Djibril Sow behaupten. Auch Routinier Makoto Hasebe hängt noch ein Jahr dran. Die Chancen auf Einsätze dürften aufgrund des Spielplans gut stehen. Zumindest als Rollenspieler könnte sich Kohr erneut in Frankfurt etablieren.

Auf dem rechten Flügel könnte sich da Costa ein offenes Rennen mit Erik Durm und liefern. Kohrs größte Konkurrenten im Mittelfeld heißen Sebastian Rode und Djibril Sow. Für ihn wird es nicht einfach, einen Stammplatz zu erobern, aufgrund der vielen englischen Wochen sind regelmäßige Einsätze aber wahrscheinlich, denn die Teilnahme der Eintracht am Europapokal steht bereits fest.

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