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Christian Streich empört über Newcastle-Übernahme: "Es ist beschämend"

Oscar Nolte
Christian Streich stellt dem englischen Verband und der Premier League ein vernichtendes Zeugnis aus
Christian Streich stellt dem englischen Verband und der Premier League ein vernichtendes Zeugnis aus / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Christian Streich hat sich empört über die Übernahme von Newcastle United geäußert. Im Aktuellen Sportstudio ging der Cheftrainer vom SC Freiburg hart mit den Magpies und der Premier League ins Gericht.


Im deutschen Fußball steht die 50+1-Regel zwischen der Übernahme eines Vereins durch Investoren. Freiburgs Trainer Christian Streich bricht eine Lanze für die umstrittene Regel - mit einer gepfefferten Kritik in Richtung Newcastle und England.

Christian Streich ledert gegen den englischen Verband und die Premier League

Im Aktuellen Sportstudio diskutierte Streich die Übernahme von Newcastle United durch den Saudi Arabia Public Investment Fund, der die Magpies über Nacht zum reichsten Club der Welt gemacht hat. In England nichts Neues, aber doch eine Entwicklung, die mittlerweile maßlose Sphären erreicht.

"Vereine sollten nicht Privatpersonen gehören, sondern den Menschen, die den Verein lieben", stellte Streich unmissverständlich klar. "Da passieren immer wieder Dinge im Fußball, die jegliches Maß überschritten haben."

Dem englischen Verband und den verantwortlichen Protagonisten stellte der 56-Jährige ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Entwicklungen, die aktuell in dem Wahnsinn von Newcastle gipfeln, seien "beschämend für den englischen Fußball Verband und die Premier League."

Francois Hollande, Mohammed Bin Salman Al Saud
Mohamed bin Salman (r.) ist neuer Besitzer von Newcastle United / Chesnot/GettyImages

Und das liegt nicht nur an der Verzerrung des Wettbewerbs und dem sportlichen Fairness-Gedanken. Das Konsortium, das sich Newcastle United unter den Nagel gerissen hat, hat Dreck am Stecken. "In diesem Fall ist das ja unfassbar, wer da alles dabei ist in diesem Konsortium", führte Streich aus. Der Freiburg-Trainer replizierte den Vorwurf gegen die neuen Newcastle-Besitzer, "die in schwere Menschenrechtsverletzungen verstrickt sind."

Vor allem gegen Kronprinz Mohamed bin Salman, das neue Gesicht hinter den Magpies, werden schwere Vorwürfe erhoben. Nicht verwunderlich, dass Christian Streich daher von einem "gewissen Schutz" sprach, den die 50+1-Regel den deutschen Vereinen gewährt.

Ohnmächtig blickt man dieser Tage nach England und kann nur hoffen, dass im deutschen Profifußball weiterhin Stimmen wie die von Christian Streich ihr tragendes Gewicht behalten.

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