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Chelsea: Abramowitsch und Regierung einigen sich auf Verkaufsbedingungen

Yannik Möller
FC Chelsea
FC Chelsea / Ryan Pierse/GettyImages
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Die Grundlage für einen Verkauf des FC Chelsea ist inzwischen gelegt. Der Klub kann nun unter Bedingungen die Eigentümer wechseln.


Einen Fußballverein zu verkaufen ist an sich schon alles andere als eine einfache Sache. Es geht um riesige Finanzwerte, um wichtige Übertragungen, die richtige Auswahl an neuen Eigentümern und um eine saubere Abwicklung. Gewiss kein Tagesgeschäft, das mal ebenso im Vorbeigehen ausgeführt wird.

Umso komplizierter wird es, wenn der Eigentümer zum Verkauf gedrungen wird, weil er aufgrund der Nähe zu Wladimir Putin sanktioniert wird. Inklusive Einfrieren des Vermögens. Das ist bei Roman Abramowitsch und Chelsea der Fall. Immerhin: Ein Käufer - besser: die Käufer - sind bereits gefunden.

Regierung und Abramowitsch finden Kompromiss zum Chelsea-Verkauf

Dennoch standen der Übertragung zum Konsortium, das den Klub übernehmen möchte, noch einige Hürden im Weg. Der Verkauf drohte noch komplizierter zu werden - was die Blues in eine nicht zu unterschätzende Gefahr gebracht hätte.

Doch diese Hürden sind verschiedenen Medienberichten aus England offenbar aus dem Weg geräumt worden (via Sky). Nähere Details seien zwar noch nicht bekannt, doch kann der Verkauf demnächst über die Bühne gehen. Die britische Regierung und Abramowitsch haben sich auf eine Lösung einigen können.

Roman Abramovich, Cesar Azpilicueta
Abramowitsch (2.v.l.) nach dem CL-Triumph / Marc Atkins/GettyImages

Dafür wird ihm eine vorläufige Ausnahmegenehmigung erteilt, die er unter den aktuellen Regelungen durch die Sanktionen nicht bekommen hätte. Diese Ausnahme erlaubt den Verkauf.

Das Darlehen von 1,5 Milliarden Pfund, das Abramowitsch dem Verein erlassen wollte, kann er etwa nicht wie geplant abschreiben. Sein Vermögen ist eingefroren, entsprechend sind derartige Aktionen derzeit nicht möglich.

Zu den Bedingungen des Verkaufs gehört beispielsweise, dass der Erlös - wie es zuvor angekündigt wurde - tatsächlich in eine gemeinnützige Stiftung fließt. Der Oligarch hatte bereits verlauten lassen, die Einnahmen auch im Sinne ukrainischer Kriegs-Opfer und -Flüchtlinge einsetzen zu wollen.


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