Mögliche Chelsea-Abgänge: Das ist der Stand bei Jorginho, Ziyech und Mendy

Henry Einck
Mendy und Jorginho spielen beim FC Chelsea eine große Rolle.
Mendy und Jorginho spielen beim FC Chelsea eine große Rolle. / Sebastian Frej/MB Media/GettyImages
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Dem FC Chelsea drohen einige Abgänge. Edouard Mendy und Hakim Ziyech sollen sich nicht wertgeschätzt fühlen. Ein Wintertransfer steht im Raum. Bei Jorginho läuft der Vertrag im Sommer aus. Gespräche gibt es noch nicht. Jetzt gibt es ein Update zur Zukunft der drei Blues-Stars.


Viel los beim FC Chelsea vor dem Re-Start des Ligabetriebs: Christopher Vivell wird als neuer Technischer Direktor vorgestellt, die Verpflichtungen der Talente David Datro Fofana (20) und Andrey Santos (18) befinden sich auf der Zielgeraden und einige Spieler denken über einen Abschied von den Blues nach. Zur Situation von Jorginho (31), Hakim Ziyech (29) und Edouard Mendy (30) gibt es nun ein Update.

Jorginho soll Chelsea im Sommer verlassen

Im kommenden Sommer könnte der FC Chelsea ein Zentrumproblem bekommen. Mit N'Golo Kanté (31) und Jorginho laufen die Verträge der ganzen Mittelfeld-Achse aus. Während ein ablösefreier Abgang von Kanté sicher scheint, war die Zukunft von Jorginho bis dato völlig offen. Wie The Athletic berichtet, wird intern allerdings auch mit einem Abgang des Italieners gerechnet. Weitere Informationen gab das englische Magazin nicht bekannt.

Dabei hatte sich der Zentrumspieler bezüglich einer Vertragsverlängerung letzte Woche im Interview mit dem englischen Radiosender talkSPORT noch recht positiv gegeben. "Natürlich tue ich das, ich liebe Chelsea", antwortete der Europameister auf die Frage, ob er sich eine Verlängerung vorstellen könne. Einschränkend schob er aber auch hinterher, dass sein Fokus auf der aktuellen Saison liegt und er so viele Spiele wie möglich bestreiten wolle, bis er über die Zukunft nachdenkt.

Ziyech kann sich Ajax-Leihe vorstellen

Noch akuter ist die Frage um die Zukunft von Hakim Ziyech. Der 29-Jährige absolvierte eine herausragende Weltmeisterschaft und hatte wesentlichen Anteil daran, dass Marokko als erstes afrikanisches Team der Geschichte ins Halbfinale einzog. Ziyech spielte sich mit seinen Leistungen ins Schaufenster für andere Klubs. Zumal ein Chelsea-Abgang schon vor der WM im Raum stand.

Denn: Unter Graham Potter spielt Ziyech - ähnlich wie unter Vorgänger Thomas Tuchel - keine große Rolle. Der Marokkaner ist in der starken Offensive der Londoner meist nur zweite oder sogar dritte Wahl. Seit der Chelsea-Ankunft von Potter Ende September kam Ziyech in der Premier League zu drei Kurzeinsätzen. Fünf Mal blieb der Offensiv-Akteur ohne Einsatzminuten auf der Bank.

Potter hatte sich am Freitag auf einer Pressekonferenz zur Situation von Ziyech geäußert. "Wir kennen seine Qualitäten, wir mögen ihn als Spieler, zwischen den Linien verfügt er über eine fantastische Qualität, wie wir bei der Weltmeisterschaft gesehen haben", lobte Potter. Gleichzeitig betonte der 47-Jährige: "Wir können viel erzählen, aber bei Chelsea gibt es immer gute Spieler, die nicht in der Startelf stehen. Dann muss man geduldig sein."

Laut CBS-Reporter Ben Jacobs soll eine Ausleihe im Winter für beide Seiten weiter ein Thema sein. Potter wolle mit Ziyech sprechen, wenn er nach Weihnachten zum FC Chelsea zurückkehrt. Es wird spekuliert, dass sich der 29-Jährige eine Rückkehr zu Ajax Amsterdam, von denen er im Sommer 2020 für 40 Millionen Euro kam, sehr gut vorstellen könne. Auch AC Mailand ist weiter im Gespräch. Zudem fällt der Name von Liga-Konkurrent Newcastle United.

Mendy soll Sechsjahresvertrag abgelehnt haben

Ähnlich wie Ziyech soll auch Edouard Mendy unzufrieden sein. Der Welttorhüter von 2021 fühlt sich Medienberichten zufolge nicht wertgeschätzt. Der Senegalese verfügt noch über einen Vertrag bis 2026. Es habe dennoch schon Vertragsgespräche gegeben, die aber ins Leere geführt hätten. The Sun berichtete, dass der Torhüter ein Angebot für einen Sechsjahresvertrag abgelehnt habe. Der Grund: Das Gehalt.

Bei den Blues soll Mendy ein Jahresgehalt von etwa drei Millionen Euro erhalten. Eine Vertragsverlängerung hätte Mendy wohl nur ein geringfügig höheres Gehalt eingebracht. Dabei soll Konkurrent Kepa Arrizabalaga ganze 8,8 Millionen Euro im Jahr verdienen. Mendy fordert ähnliche Konditionen. Das unterbreitete Angebot soll der 30-Jährige als "respektlos" aufgenommen haben.

Aber auch mit der sportlichen Situation soll Mendy unzufrieden sein. Trainer Potter scheint Arrizabalaga zu favorisieren, der bis dahin nur Ersatzkeeper war und ausschließlich in den Pokalwettbewerben zum Einsatz kam. Mendy kehrte in den Spielen vor der WM-Pause ins Tor zurück, was wohl aber an der Verletzung von Arrizabalaga lag. Zuletzt kamen Gerüchte auf, dass sich AC Mailand und Juventus Turin aus Italien sowie OGC Nizza und AS Monaco aus Frankreich nach dem Torwart erkundigt hätten.

Es bleibt spannend, auf wen Potter beim Re-Start der Premier League am 27. Dezemeber setzen wird. Dann geht es für den Tabellensiebten gegen den abstiegsbedrohten AFC Bournemouth. Es folgt ein Heimspiel gegen Nottingham Forest (1. Januar) und das Top-Spiel gegen Manchester City (5. Januar).


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