Nach erneutem Perez-Vorstoß: Ceferin bleibt bei Nein zur Super League

Yannik Möller
Aleksander Ceferin
Aleksander Ceferin / Jurij Kodrun/GettyImages
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Während Florentino Perez, Präsident von Real Madrid, erneut über die angedachte Super League sinnierte, schoss UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die Idee erneut ab. Für ihn existiere dieser Wettbewerb auch gar nicht mehr.


Inzwischen ist es wieder etwas länger her, dass die viel und stark kritisierte Super League ein größeres Thema war. Für Florentino Perez offenbar Grund genug, sie wieder etwas in den Fokus zu rücken.

Der Präsident von Real Madrid äußerte sich am Sonntag bei der Mitgliederversammlung erneut zu dieser Idee. Ohnehin gilt er als einer der größten Befürworter. Er erklärte (via FAZ): "Jüngere Leute fordern ein Qualitätsprodukt, das die aktuellen europäischen Wettbewerbe nicht bieten. Wir müssen die Wettbewerbe verändern, um die besten Spiele während der gesamten Saison anbieten zu können."

Das angeblich zeitnah und spürbar abnehmende Interesse am europäischen Spitzenfußball ist ein Effekt, den Perez bereits inmitten seiner ersten öffentlichen Vorstöße nannte. Einen Beweis, wie etwa eine Datenlage oder durchgeführte Studien, thematisierte er hingegen nie.

Aleksander Ceferin, Florentino Perez
Real-Präsident Florentino Perez - ganz links Ceferin / Soccrates Images/GettyImages

Ceferin kontert Perez: Super League hat "keinen weiteren Kommentar" verdient

Aufgrund dieses erneuten Statements sah sich Aleksander Ceferin dazu genötigt, diesem Vorstoß gleich Einhalt zu gebieten. Auf dem AIPS-Kongress meldete sich der UEFA-Präsident mit deutlichen Worten (via Gianluca Di Marzio).: "Wir haben zu lange darüber gesprochen, für mich existiert sie nicht. Sie existiert nicht mehr."

"Sie haben mir erzählt, was gestern passiert ist und was [Perez] gesagt hat. Das zeigt einmal mehr, dass man alles dicht machen und dafür sorgen will, dass wir nicht mehr gegen die kleineren Vereine spielen. Daher sollte das gesamte europäische Modell geändert werden", informierte er über den aus seiner Sicht wahren Hintergrund der Super League.

Dieses Konzept verdiene "keinen weiteren Kommentar", so Ceferin weiter. Es gäbe einen "zu großen Unterschied zwischen armen und reichen Klubs" und auch "kein Gleichgewicht".

Da eine Auswahl an Spitzenvereinen immer wieder gegen sich selbst antreten würden, wären auch die Einnahmen innerhalb dieser Gruppe verteilt worden. Die Klubs hätten sich aus finanzieller Sicht reicher gemacht. Innerhalb anderer internationaler Wettbewerbe hätte man aber weiterhin antreten wollen, so die ursprüngliche Idee.

Schon damals erteilte Ceferin den Fürsprechern um Perez und Co. eine klare Absage.


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