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BVB stellt Ultimatum an Ehrenmitglied Gerhard Schröder

Daniel Holfelder
Noch ist Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (rechts) Ehrenmitglied beim BVB
Noch ist Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (rechts) Ehrenmitglied beim BVB / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages
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Nach der russischen Invasion in die Ukraine steht Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder massiv unter Druck. Auch der BVB überlegt, den 77-Jährigen aus dem Verein auszuschließen.


Gegenwärtig bekleidet Schröder mehrere hochrangige Positionen in der russischen Wirtschaft. Der SPD-Mann ist Aufsichtsratsboss beim Öl-Konzern Rosneft und bekleidet einen Chefposten bei Gasprojekt Nord Stream. Zuletzt stand auch ein Aufsichtsratsposten bei Gazprom im Raum. Darüber hinaus pflegt Schröder seit Jahren eine enge Freundschaft zu Russlands autokratischem Präsidenten Wladimir Putin.

Der BVB ließ nun folgendes verlauten:

"Zuallererst ist es uns wichtig zu betonen, dass der BV. Borussia 09 e.V. Dortmund den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für einen eklatanten Verstoß gegen geltendes Völkerrecht hält. Die BVB-Familie verurteilt diese schändliche Aggression zutiefst. Gerhard Schröder haben wir während seines politischen Wirkens als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland als mutigen, streitbaren Demokraten kennengelernt, der sein freiheitliches Weltbild auch gegen Widerstände verteidigt. Diesen Gerhard Schröder halten wir gern in Erinnerung und hoffen, dass dieser Gerhard Schröder nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat."

Allerdings machten die Schwarz-Gelben klar, dass sie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Konsequenzen von Schröder fordern:

"Unserer Meinung nach gehört dazu in einer Situation, in der an jedem einzelnen Tag unschuldige Menschen durch Bomben sterben, zwingend nicht nur ein mündliches Bekenntnis gegen jede kriegerische Handlung (dieses hat Gerhard Schröder abgegeben), sondern auch der klare Wille und die Überzeugung, auf Führungspositionen in russischen Staatskonzernen verzichten zu müssen. Wir hoffen inständig, dass Gerhard Schröder zu dieser Ansicht gelangen wird und möchten ihm die Gelegenheit dazu geben. Natürlich werden wir in Person unseres Präsidenten Dr. Reinhard Rauball das persönliche Gespräch mit ihm suchen."

Wenn Schröder weiterhin nicht von seinen Ämtern in der russischen Wirtschaft zurücktritt, sieht man sich beim BVB zu einer Entscheidung gezwungen:

"Sollte Gerhard Schröder jedoch weiterhin an besagten Positionen festhalten, könnten wir dies als BV. Borussia 09 e.V. Dortmund nicht akzeptieren und würden eine entsprechende Entscheidung treffen."


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