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Nur wenn Guerreiro geht? So realistisch ist ein Raum-Transfer für den BVB

Daniel Holfelder
David Raum
David Raum / Alex Grimm/GettyImages
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Auf der Suche nach einem neuen Linksverteidiger würde sich Borussia Dortmund gerne in Hoffenheim bedienen. Senkrechtstarter David Raum steht bei den Schwarz-Gelben ganz oben auf der Liste. Wie realistisch ist ein Transfer des Nationalspielers für den BVB in diesem Sommer?


Mit seiner herausragenden Physis und dem beeindruckenden Offensivdrang würde Raum perfekt ins Profil der Dortmunder passen - zumindest sportlich. Finanziell müsste sich der BVB für einen Transfer des 24-Jährigen ganz schön strecken.

Entgegen anderslautender Meldungen berichtet der kicker, dass Raum für diesen Sommer keine Ausstiegsklausel im Kraichgau besitzt. Erst im nächsten Jahr sind im Kontrakt des Linksfußes verschiedene Ausstiegsszenarien verankert, die von Zeitpunkt, Liga und Kategorie der interessierten Klubs abhängen. 30 Millionen plus x würde Raum in diesem Fall kosten, die TSG hätte keine Handhabe mehr.

Raum-Ablöse diesen Sommer frei verhandelbar

Anders sieht es in dieser Transferperiode aus. Die Ablösesumme für den gebürtigen Nürnberger ist frei verhandelbar. Angesichts von Raums starken Leistungen dürfte Hoffenheims Sportdirektor Alexander Rosen einen Verkauf des Shootingstars nur bei einem äußerst lukrativen Angebot in Betracht ziehen.

Der BVB wird eine entsprechende Summe nur offerieren können, wenn einer der beiden aktuell unter Vertrag stehenden Linksverteidigern den Verein verlässt. Da der Markt für Dauer-Verkaufskandidat Nico Schulz begrenzt ist, rückt Raphael Guerreiro in den Fokus.

Wird Guerreiro verkauft?

Der Portugiese, dessen Vertrag noch bis 2023 datiert ist, gehört zwar zu den spielstärksten Profis im BVB-Kader. Aufgrund seiner vielen Verletzungen, der Sorglosigkeit in der Defensive und der fehlenden Aggressivität in der Zweikampfführung haben die BVB-Verantwortlichen dem 28-Jährigen und seinem Umfeld jedoch zu verstehen gegeben, dass sie ihm bei einem Wechselwunsch keine Steine in den Weg legen würden. Das berichten die Ruhr Nachrichten.

Sollten etwaige Transfereinnahmen eine Raum-Verpflichtung finanziell ermöglichen, müsste sich der BVB wohl noch gegen andere Interessenten durchsetzen. Auch Man City hat sich schon nach Raum erkundigt. Nach 90min-Informationen ist er bei den Skyblues aber keine Priorität, von einem konkreten Transfer-Versuch ist man noch ein gutes Stück entfernt.

Alles in allem wirkt es aber recht unrealistisch, dass der BVB Raum schon in diesem Sommer nach Dortmund lotsen kann. Es bräuchte wohl eine Summe über 30 Millionen Euro. Da Schwarz-Gelb auch noch nach einem neuen Mittelstürmer fahndet, ist diese Summe nur schwer aufzubringen. Zumal man noch weit davon entfernt ist, mit Guerreiro und/oder Schulz Kasse zu machen.


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