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Transfer

Haaland-Poker: Erster Interessent schon aus dem Rennen?

Jan Kupitz
Erling Haaland ist heiß umworben
Erling Haaland ist heiß umworben / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Ein potenzieller Abnehmer weniger? Der Vizepräsident des FC Barcelona, Rafael Yuste, hat zugegeben, dass es für seinen Verein schwierig sein wird, Erling Haaland von Borussia Dortmund zu verpflichten.


Zu Beginn des Jahres hatten Haalands Vertreter für reichlich Wirbel gesorgt, da sie zahlreichen Topklubs in Europa einen Besuch abstatteten und wohl einen potenziellen Wechsel in der Zukunft abklopften. Auch der FC Barcelona zählte zu den Klubs, bei denen Mino Raiola und Alf-Inge Haaland zugegen waren.

Doch seitdem hat sich einiges geändert, denn Barcelonas finanzielle Probleme haben den Verein schwer gelähmt, was schließlich zum Abgang von Lionel Messi führte, der im Sommer ablösefrei zu PSG gewechselt ist.

Yuste erklärte gegenüber Mundo Deportivo, dass Barças Lage prekär sei und man künftige Transferfenster mit Bedacht angehen müsse. "Bis zum nächsten Jahr werden wir sehen, wie die Situation ist und mit welchen Neuzugängen wir rechnen können", begann er. "Zuerst müssen wir ein Haus, das wir in Trümmern vorgefunden haben, mit Wänden versehen. Also konzentrieren wir uns zuerst darauf, es zu befestigen, zuerst den Haushalt zu versorgen - erst dann werden wir sehen, was wir tun können.

Erling Haaland
Barça ist bei Haaland wohl aus dem Rennen / Matthias Hangst/GettyImages

Gleichwohl betonte er - als kleinen Hoffnungsschimmer für alle Barça-Fans -, dass die Blaugrana nicht das Ziel aus den Augen verliere, immer die besten Spieler im Kader zu haben. Haaland zähle selbstverständlich dazu.

Barça bei Bieterkampf um Haaland raus

Auf einen Bieterkampf um Haaland will man sich beim FC Barcelona allerdings nicht einlassen - was die Chancen, den Norweger unter Vertrag nehmen zu können, deutlich mindert.

"Nein. Der Präsident und der CEO haben gesagt, dass sie in der letzten Amtszeit, die, wie ich wiederhole, katastrophal war, Spieler gekauft haben, ohne zu wissen, ob sie sie bezahlen können", betonte Yuste. "Sie haben nur die Schulden erhöht, zusätzlich zu den Massengehältern, die hinzu kamen."

Der FC Barcelona ist schlecht in die Saison 2021/22 gestartet, liegt in La Liga auf dem neunten Platz und hat seine beiden ersten Gruppenspiele in der Champions League mit jeweils 0:3 verloren. Auch aus sportlicher Sicht wäre Barça - nach aktuellem Stand - somit nicht die attraktivste Adresse für Haaland, der am liebsten sofort um Titel kämpfen will.

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