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BVB-Stimmen zur Gladbach-Pleite: "Das wird uns unruhige Wochen bescheren"

Daniel Holfelder
Der BVB verlor in Gladbach mit 2:4
Der BVB verlor in Gladbach mit 2:4 / Christof Koepsel/GettyImages
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Der BVB hat die Hinrunde mit einer 2:4-Pleite bei Borussia Mönchengladbach abgeschlossen und überwintert auf einem enttäuschenden sechsten Platz. Nach der Partie waren nicht viele Beteiligte bereit, zur katastrophalen Defensivleistung gegen die Fohlen Stellung zu beziehen. Einzig Edin Terzic, Sebastian Kehl und Julian Brandt stellten sich den Fragen der Reporter.

Die Stimmen zum Spiel, zitiert via Sky und bvb.de:


Edin Terzic

Über das Spiel: "Die Woche war sehr enttäuschend. Das war nicht nur die Niederlage heute, sondern auch das Spiel am Dienstag in Wolfsburg. Wir hatten uns viel vorgenommen, ich glaube, in den ersten Aktionen hat man gespürt, was wir vorhatten. Dann haben wir nach vier Minuten das erste Gegentor kassiert. Trotzdem haben wir in der ersten Hälfte viel zu viele Chancen zugelassen. Wir haben phasenweise schlecht verteidigt, aber man hatte das Gefühl, dass wir vor der Pause das 3:3 hätten machen können, weil wir viele gute Möglichkeiten hatten. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen, das war mit der ersten Minute und dem Gegentor erledigt. Das hat uns den Stecker gezogen."

Über die Ausgangslage in der Rückrunde: "Wir überwintern auf Platz sechs. Das ist nicht unser Anspruch. Vor dem Spiel haben wir gesagt, es sei alles nah beieinander und wir wüssten nicht, was der Sieg heute bedeuten würde, ob wir vielleicht auf Platz drei bis fünf überwintern. Aber wir wussten, dass wir im Januar dann mittendrin wären. Das hat nicht geklappt. Jetzt haben wir einen Rückstand, den wir wiedergutmachen müssen. Wir starten nicht bei null, sondern im Minus. Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen und dann wieder angreifen."

Sebastian Kehl

"In der Halbzeitpause hatten wir das Gefühl, dass wir wieder dran sind. Dann dauert es 40 Sekunden, das vierte Gegentor zu kriegen. Danach waren wir nicht mehr gut genug. Wir lassen viel zu viel zu. Die Niederlage tut richtig weh. Wenn wir so verteidigen, können wir nicht erfolgreich sein. Wir werden auf Platz sechs überwintern. Dass das weit von unserem Anspruch entfernt ist, muss ich nicht betonen. Das wird uns unruhige Wochen bescheren. Wir haben einige Themen, an denen wir arbeiten müssen. Offensiv wie defensiv."

Julian Brandt

Über die Gründe für die Niederlage: "Es war eigenes Unvermögen, von uns allen gegen den Ball und in der ersten Halbzeit auch vor dem Tor. Wenn man hier zwei Tore erzielt ist das ein gutes Fundament, aber wir haben zu einfache Tore durch unser Unvermögen kassiert. Wir haben es verpasst, den Ausgleich zu machen und mit einer besseren Basis in die zweite Halbzeit zu gehen. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir dann wieder gepennt. Es sind Themen, die wir in den letzten Wochen schon hatten. Wir haben Gladbach heute sehr stark gemacht und sie sind der verdiente Sieger."

Über die frühen Gegentore: "Das ist nicht das erste Mal, dass mir so eine Frage gestellt wird, eine Lösung habe ich heute immer noch nicht. Es ist wahrscheinlich mangelnde Konzentration. Mein Gefühl war, dass wir heute gar nicht so schlecht rausgekommen sind, aber das Problem ist, dass wir wieder das Gegentor kassiert haben. Wir hatten die ersten paar Minuten den Ball, haben eine Kontersituation bekommen und uns den Gegentreffer gefangen. Es war nicht das Problem, dass wir komplett schlecht waren, aber wir haben es schlecht verteidigt. Damit meine ich nicht vier oder fünf Spieler, sondern alle."

Fazit zur WM-Pause: "Für die Spieler, die jetzt lange nicht spielen und hier sind, aber gerade auch für die, die wegfahren, ist es absolut schweres Gepäck. Das ist ein beschissenes Gefühl, weil du nichts ändern kannst. Freitags zu verlieren ist noch eine Spur beschissener, weil alle Mannschaften noch punkten können. Nichtsdestotrotz müssen wir den Cut finden und uns wieder neu aufbauen."


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