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BVB: Kehl "kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen"

Jan Kupitz
Sebastian Kehl
Sebastian Kehl / Pool/GettyImages
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Bei Borussia Dortmund steckt ordentlich Sand in Getriebe. Nach den enttäuschenden Leistungen gegen die Rangers kam der BVB auch gegen Abstiegskandidat Augsburg nicht über ein 1:1 hinaus - Sebastian Kehl nimmt das Team dennoch in Schutz.


Nach dem ernüchternden Unentschieden in der Fuggerstadt hat der BVB wohl auch die letzte Möglichkeit auf einen Titel in dieser Saison verspielt. Die acht Punkte Rückstand auf den FC Bayern erscheinen zu groß, als dass die Schwarz-Gelben diesen in den letzten zehn Spieltagen noch aufholen könnten. Stattdessen lautet das Motto fortan, den zweiten Platz in der Bundesliga zu sichern.

Sebastian Kehl, der ab Sommer als neuer Sportdirektor alle Hände voll zu tun haben wird, wollte mit der Mannschaft trotz der enttäuschenden Auftritte nicht zu hart ins Gericht gehen. "Ich kann der Mannschaft von der Willensleistung her keinen Vorwurf machen, zumal sie in einer englischen Woche erneut durch Verletzungen dezimiert wurde", verteidigte der Lizenzspielerchef seine Spieler im Gespräch mit der WAZ.

Kehl erläuterte, dass der BVB gegen Augsburg "viel investiert" habe. "Aber die letzten Tage haben Körner gekostet, physisch und mental."

Jude Bellingham
Jude Bellingham / Sebastian Widmann/GettyImages

"Bei uns war in der zweiten Halbzeit irgendwann der Kräfteverschleiß deutlich zu spüren", führte der Ex-Profi aus. "Wir haben dann jene Aktivität verloren, die uns in der ersten Halbzeit noch so stark gemacht hat."

Tatsächlich hatte die Borussia mit Erling Haaland, Marco Reus, Manuel Akanji, Thomas Meunier, Giovanni Reyna und Dan-Axel Zagadou einige prominente Ausfälle zu beklagen - doch sollte es nicht das Ziel des BVB sein, auch mit einer 1B-Elf gegen einen Abstiegskandidaten zu bestehen?

In der Startelf des BVB befanden sich gegen den FCA immerhin sechs Spieler (Can, Hummels, Bellingham, Hazard, Brandt, Malen), die bei ihrer Verpflichtung mindestens 20 Millionen Euro gekostet haben. Dazu waren auch Guerreiro, Dahoud und Kobel dabei, die man getrost als Stammspieler bezeichnen darf.

Auch deshalb weiß Kehl, dass auf Marco Rose und sein Team noch viel Arbeitet wartet. "Wir haben jetzt einiges aufzuarbeiten", so der 42-Jährige im Hinblick auf das kommende Spiel beim FSV Mainz 05 (Sonntag, 15:30 Uhr).


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