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Meister, Absteiger, Spieler des Jahres - Drei Saisonprognosen von Matthias Sammer

Daniel Holfelder
Matthias Sammer
Matthias Sammer / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Matthias Sammer ist seit knapp 40 Jahren im professionellen Fußballgeschäft tätig. Gegenwärtig arbeitet der 54-Jährige in einer Beraterrolle für den BVB. Gegenüber der Bild hat Sammer nun einige Prognosen für die kommende Saison abgegeben.


In der Sendung "Die Lage der Liga" bei BILD TV wartete Sammer unter anderem mit der These auf, dass BVB-Neuzugang Salih Özcan der Spieler der Saison werden könnte. "Sein Gewinnen-Wollen, sein Ausdruck, die Haltung – das hat mir schon immer bei ihm gefallen. Im letzten Jahr kam die sportliche Stabilität dazu", begründete Sammer seine Prognose.

In Sachen Meisterschaft glaubt der gebürtige Dresdner an ein mögliches Ende der Bayern-Dominanz. "Ich bin in der DDR groß geworden. Da war BFC Dynamo von 1978 bis 1988 zehnmal hintereinander DDR-Meister. Die Bayern waren jetzt zehnmal Meister. Also wenn einer weiß, wie du das elfte Mal verhinderst, dann bin es vielleicht ich", so Sammer, der jedoch konzediert: "Aber vielleicht bin ich auch zu weit weg. Wir werden sehen." Zu den Meisterschaftskandidaten zählt er neben den Bayern den BVB, RB Leipzig sowie Bayer Leverkusen.

In Sachen Absteiger will sich Sammer auf keinen Klub festlegen. Dass die Aufsteiger Schalke und Bremen erneut den Gang ins Unterhaus antreten müssen, glaubt er allerdings nicht: "Beide Vereine haben versucht, Kontinuität in der sportlichen Führung hinzubekommen - auch in schwierigsten Phasen. Ich glaube, dass beide Mannschaften gut organisiert sind - deswegen steigen sie nicht ab."

Sammer über Rose-Aus: "Beidseitig Überzeugung gefehlt"

Auch zu den jüngsten Entwicklungen beim BVB bezog der Weltfußballer des Jahres 1996 Stellung. Zum Abgang von Torjäger Erling Haaland erklärte er: "Ich hätte ihn gerne weiter bei uns gesehen. Aber wenn es so ist, dann war der Verein schon immer größer als der Einzelne."

Was die Trennung von Marco Rose anbelangt, betonte Sammer: "Der eine ist der Depp und die anderen sind die Guten, das gibt es in so einer Konstellation nicht." Man habe im Rahmen der Saisonanalyse kritisch und konstruktiv miteinander gesprochen und hatte am Ende nicht mehr die hundertprozentige Überzeugung für eine weitere Zusammenarbeit. "Beidseitig", wie Sammer hervorhebt. "Dann ist man stilvoll auseinandergegangen."

Der BVB wolle nun mit Edin Terzic einen Prozess in Richtung Kontinuität einleiten. Das Ziel bestehe darin, dass "die Leute sagen: Das ist unsere Mannschaft, das ist unser Klub." In letzter Zeit sei das, stellt Sammer ohne Schuldzuweisungen fest, "etwas weniger der Fall" gewesen.


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