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BVB

Meunier "wie eine Neuverpflichtung"! Fans feiern BVB-Star

Jan Kupitz
Thomas Meunier blüht langsam auf
Thomas Meunier blüht langsam auf / Boris Streubel/Getty Images
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Thomas Meunier kommt beim BVB allmählich in Fahrt und zeigt auch offensiv - im schwarz-gelben Trikot bis dato unbekannte - Stärken. Im Netz wird der Belgier gefeiert.


Als Nachfolger des unaufhaltsamen Achraf Hakimi hatte Meunier in Dortmund keine leichte Rolle auszufüllen. Und während sein Vorgänger ein absoluter Publikumsliebling bei der Borussia war, entwickelte sich der 30-Jährige rasch zum genauen Gegenteil.

Defensiv entpuppte sich Meunier häufig als Sicherheitsrisiko und leistete sich haarsträubende Ballverluste, verbunden mit einem teils hanebüchenen Stellungsspiel. Offensiv enttäuschte er ebenso auf ganzer Linie. Nur drei Torbeteiligungen sprangen in 33 Einsätzen für den ehemaligen PSG-Star heraus - viel zu wenig.

Aufsteigende Form seit der EM

Von den Fans wurde Meunier daher häufig als Sündenbock hervorgehoben; die BVB-Bosse zählten ihn im Sommer sogar öffentlich an und machten klar, dass er sich steigern müsse.

Bei der EM deutete der Belgier immerhin schonmal an, dass er im Grunde ein ganz passabler Kicker ist. Und auch in Dortmund zeigt seine Formkurve mittlerweile nach oben.

Hatte Meunier den Saisonstart aufgrund einer Coronainfektion noch verpasst, so hat er sich in den letzten Wochen mehr und mehr in den Fokus gespielt. Mit drei Assists in den vergangenen drei Spielen zeigte der 30-Jährige endlich einmal offensive Qualitäten, wenngleich er sich defensiv weiter steigern kann (gegen Leverkusen hatte er in der ersten Hälfte zum Beispiel einige schlimme Ballverluste).

Sein Teamkollege Jude Bellingham taufte Meunier ob seiner herausragenden Flanken scherzhaft "belgischer Beckham" und auch im Netz wird der Rechtsverteidiger mittlerweile mit Lob überschüttet. Sündenbock war einmal.

Die letzten Wochen haben definitiv Lust auf mehr gemacht und könnten für Meunier der Start in eine vielversprechende Zukunft bei Schwarz-Gelb sein. Nun gilt es aber natürlich auch, diese Form beizubehalten.

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