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Intensiver Rose-Auftakt beim BVB: Viel Kommunikation und neue Regeln

Simon Zimmermann
Marco Rose versucht von Beginn an seine Vorstellungen zu vermitteln
Marco Rose versucht von Beginn an seine Vorstellungen zu vermitteln / INA FASSBENDER/Getty Images
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Intensiver Arbeiterfußball steht beim BVB unter Marco Rose auf der Agenda. Seit zwölf Tagen bereitet der neue Trainer Schwarz-Gelb auf die Saison vor. Unter dem 44-Jährigen herrschen neue Regeln in Dortmund.


"Marco steht für einen modernen, offensiven und attackierenden Fußball, der sehr gut zu Borussia Dortmund passt", stellte BVB-Sportdirektor Michael Zorc vor knapp zwei Wochen den neuen Trainer vor. "Nach Dortmund passt Arbeiterfußball, das bedeutet viel zu investieren und zu laufen. Wir wollen Bälle gewinnen und das Stadion hinter uns bringen. Wir haben aber auch den Anspruch guten Fußball zu spielen und Gegner zu dominieren", erklärte Rose auf der gemeinsamen PK selbst.

Rose will von Beginn an taktische Flexibilität einimpfen

Zwölf Tage ist der BVB unter dem neuen Trainer nun am Werk. Die Einheiten unter Marco Rose sind intensiv, lang und taktisch geprägt. Immer wieder gibt Rose lautstark Anweisungen, um den Spielern seine Idee vom "neuen BVB-Fußball" aufzuzeigen.

"Unser Thema der ersten Wochen war Intensität. Wir haben uns ein paar Prinzipien gegen den Ball erarbeitet", erklärte Rose gegenüber Sport1. Dabei übte er wie angekündigt verschiedene Grundformationen ein: Viererkette, Dreierkette und eine Mittelfeldraute sind mögliche Systeme in denen der BVB 2021/22 auflaufen möchte. "Auch das 4-3-3 und 4-3-2-1, was Edin (Terzic) zuletzt gespielt hat, ist sehr interessant. Für uns geht es darum, unabhängig von der Grundordnung Dinge auszustrahlen, mit denen sich die Menschen hier identifizieren können", erklärte Rose.

Marco Rose spricht während der Einheiten viel mit seinen neuen Spielern
Marco Rose spricht während der Einheiten viel mit seinen neuen Spielern / INA FASSBENDER/Getty Images

Neue Kabinen-Regel für BVB-Stars

Bislang stehen Rose nur elf Feldspieler und drei Torhüter zur Verfügung. Gio Reyna und Erling Haaland werden bald wieder dazustoßen, die EM-Fahrer haben noch ein wenig Urlaub. Beim Trainingslager in Bad Ragaz (Schweiz) vom 23. bis 31. Juli wird der Großteil des Kaders aber wieder zusammen sein.

Dann müssen sich alle auch an neue Kabinen-Regeln gewöhnen. Die markanteste Änderung unter Rose bislang: Anders als bei seinen Vorgängern Favre und Terzic herrscht unter Rose ein striktes Handy-Verbot im Fitness- und Kraftraum sowie auf der Liege beim Physiotherapeuten (via Sport1). Die Spieler sollen konzentriert bleiben, wenn sie an ihrer Fitness arbeiten und sich auf der Physio-Liege unterhalten, anstatt am Telefon zu hängen. In der Spieler-Kabine darf das Handy aber weiterhin benutzt werden.

BVB mit erstem Testspiel - Rose als Kommunikator

Am Dienstagabend steht das erste Testspiel an. Schwarz-Gelb spielt beim Regionalligisten aus Gießen. Aufgrund des derzeit noch kleinen Aufgebots werden einige Spieler viel Zeit haben, sich unter Rose beweisen zu können. Das gilt insbesondere für Nico Schulz und Julian Brandt, die schon länger als Verkaufskandidaten gehandelt werden. Während Rose bereits klargemacht hat, dass Brandt unter ihm eine neue Chance bekommen soll, scheint die Zukunft von Schulz noch offener zu sein.

Im intensiven Austausch ist Rose aber nicht nur mit den beiden. "Ich schnappe mir jeden Tag ein oder zwei Spieler. Wir wollen über die persönliche Situation reden und einen gemeinsamen Weg finden", so der BVB-Coach. Schon im Urlaub telefonierte der Trainer mit seinen neuen Spielern. Etwa mit Erling Haaland oder Mo Dahoud. Es soll u.a. auch Roses Verdienst sein, dass Dahoud seinen 2022 auslaufenden Vertrag zeitnah verlängern wird.

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