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Roses erste große Prüfung: Trotzt der BVB zum Bundesliga-Start den Personalsorgen?

Simon Zimmermann
Marco Rose muss aktuell viel Bastelarbeit leisten
Marco Rose muss aktuell viel Bastelarbeit leisten / INA FASSBENDER/Getty Images
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Der BVB geht mit hohen Ambitionen in die erste Saison unter Trainer Marco Rose. Zum Start drückt der Personal-Schuh aber recht unangenehm bei Schwarz-Gelb. Umso wichtiger wäre ein erfolgreicher Start in die Bundesliga-Spielzeit.


Nach dem gelungenen Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal startet Borussia Dortmund am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in die neue Bundesliga-Saison. Trainer Marco Rose muss dabei weiterhin viel Bastelarbeit leisten.

Denn die Liste der verletzten, angeschlagenen und noch nicht zu 100 Prozent fitten Spieler ist lang bei Schwarz-Gelb. Soumaila Coulibaly, Mateu Morey, Dan-Axel Zagadou und Marius Wolf müssen weiterhin pausieren. Auch Mats Hummels, Raphael Guerreiro und Emre Can dürften noch nicht für das Duell mit der SGE infrage kommen, auch wenn Can am Dienstag wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren konnte. Dazu kommen Thomas Meunier und Julian Brandt, die nach ihren positiven Corona-Tests im Wartestand sind. Die kurze Vorbereitungszeit der EM-Fahrer tut ihr Übriges dazu.

"Wir müssen versuchen, unter den Umständen, die wir im Moment vorfinden, das Bestmögliche auf den Platz zu bringen. Das ist eine riesige Herausforderung. Wir haben Spieler, die nicht 90 Minuten spielen können", so Rose gegenüber der Sportbild über die Personalsituation. Der BVB-Coach warnt zwar, will aber nicht zu viel klagen: "Ich glaube, dass wir einen Kader haben, der groß genug ist. Wir versuchen, uns damit auseinanderzusetzen, was wir beeinflussen können - mit den gesunden und fitten Spielern, die wir haben."

Mit Papadopoulos und Passlack auch gegen Frankfurt?

Im neuen System mit Mittelfeldraute und Doppelspitze bleiben Rose gerade im offensiven Bereich noch genügend gute Optionen. In der Defensive sieht die Lage schon etwas bedrohlicher aus. Gegen die Eintracht könnte erneut Antonios Papadopoulos aushelfen müssen, sollte Rose nicht doch auf Can setzen - was angesichts dessen Fitness-Zustands fraglich ist. Der 21-jährige Deutsch-Grieche kam eigentlich als Neuzugang für die zweite Mannschaft und ist gelernter defensiver Mittelfeldspieler. Im Pokal gegen Wehen Wiesbaden lief Papadopoulos in der Innenverteidigung auf.

Antonios Papadopoulos
Antonios Papadopoulos winkt zum Start ein Platz in der ersten Elf / BSR Agency/Getty Images

Auf der rechten Seite wird wohl erneut Felix Passlack zum Einsatz kommen. Auch das BVB-Eigengewächs ist eigentlich nicht als Stammspieler eingeplant, wittert angesichts des Personalmangels hinten rechts aber seine Chance.

Klagen ist also nicht beim BVB - vor allem, wenn man den hohen Ambitionen gerecht werden will. Sollte der Bundesliga-Start trotz der personellen Probleme gelingen, wäre Roses erste harte Probe in Dortmund schon gemeistert.

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