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Vertragsende 2023: So denkt Raphael Guerreiro über seine Zukunft

Jan Kupitz
Raphael Guerreiro
Raphael Guerreiro / Lars Baron/GettyImages
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Raphael Guerreiro gehört bei Borussia Dortmund zu den Akteuren, deren Vertrag 2023 ausläuft. Der Portugiese kann sich eine Verlängerung vorstellen, erklärt jedoch, dass es noch keine konkreten Gespräche gegeben hat.


Auf der linken Seite ist Raphael Guerreiro beim BVB nun schon seit vielen Jahren eine Institution. Und auch wenn der Portugiese derzeit ein kleines Formloch durchmacht, wäre er natürlich auch auf lange Sicht weiterhin ein elementarer Leistungsträger bei Schwarz-Gelb. Fußballerisch dürfte der 28-Jährige der begabteste Kicker im Dortmund-Kader sein.

Doch das Arbeitspapier des Zauberfußes endet 2023 - und wie er im Interview mit Sport1 verrät, hat es noch keine ernsthaften Verhandlungen mit dem BVB gegeben, diesen auszudehnen. "Die Verantwortlichen und ich werden zu gegebener Zeit miteinander sprechen. Das ist bislang noch nicht passiert", lieferte er den Status quo. "Es gab nur lose Gespräche, aber noch nichts Konkretes."

Für eine Verlängerung wäre Guerreiro "auf jeden Fall bereit, denn ich fühle mich hier sehr wohl".

Was nach einer prinzipiell einfachen Einigung aussieht, hat aber natürlich auch so seinen Haken. Ohne 'Aber' laufen Verhandlungen im Fußballgeschäft schließlich nur äußerst selten ab. "Ich liebe diesen Verein sehr, das weiß jeder", so der Portugiese. "Aber wir müssen uns am Ende einigen. Der neue Vertrag wird natürlich wichtig für mich sein, so viele werde ich auch nicht mehr unterschreiben. Es muss also alles passen."

Bis zum Sommer wird ohnehin nichts passieren, da der Linksverteidiger sich auf die restliche Saison konzentrieren möchte. "Ich sehe keine Eile. Meine Vertragssituation hat keine Priorität", gab er bekannt.

Nach der Spielzeit wird dann eine Entscheidung darüber fallen (müssen), wie es zwischen Guerreiro und dem BVB weitergeht. Kommen beide Parteien trotz gegenseitiger Wertschätzung auf keinen gemeinsamen Nenner, wäre ein Verkauf fast zwangsläufig. Ansonsten würde er in sein letztes Vertragsjahr gehen - mit dem Risiko, ihn ein Jahr später ablösefrei zu verlieren.

Guerreiro verriet, dass er bereits in der Vergangenheit die Möglichkeit hatte, den Verein zu wechseln. "Aber ich stehe auf Stabilität. Wenn ich mich in einem Verein wohlfühle, und das ist beim BVB absolut der Fall, dann bleibe ich gerne. Dortmund ist in meinen Augen ein großer Klub. Ich habe hier eine wichtige Rolle und bin Stammspieler", unterstrich er seinen Wert.

"Bei einem neuen Verein müsste ich mich komplett neu beweisen. Wenn ich nicht spiele, fühle ich mich nicht wohl. Beim BVB fühle ich mich pudelwohl", fuhr er fort, sagte aber auch: "Wenn ein anderer großer Verein kommt, denke ich natürlich nach. Aber ich sehe meine Zukunft aktuell in Dortmund - und nicht woanders!"


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