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Offenes Meisterrennen? Sebastian Kehl verweist auf Ungleichgewicht an der Bundesliga-Spitze

Oscar Nolte
Sebastian Kehl bleibt in der Meisterschaftsfrage realistisch
Sebastian Kehl bleibt in der Meisterschaftsfrage realistisch / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Sebastian Kehl hat als neuer Sportdirektor vom BVB auch die lästige Pflicht geerbt, Meisterschaftsfragen der Öffentlichkeit zu beantworten. Unmittelbar vor dem Saisonstart verwies Kehl nun auf das Ungleichgewicht in der Bundesliga.


Seit zehn endlosen Jahren hat die Bundesliga keinen anderen Meister mehr als den FC Bayern gesehen. Fans wie Liga dürsten nach Abwechslung, nach mehr Rivalität an der Spitze. Für die konnte die Nummer Zwei im Oberhaus, der BVB, in den vergangenen Jahren nur selten sorgen.

Sportdirektor Sebastian Kehl bezog nun Stellung zu der Eintönigkeit in der Meisterschaftsfrage und warnte vor dem Fehler, in dieser Saison einen offenen Kampf um die Schale zu erwarten. Dabei bediente er das einzig wirklich relevante Argument, das die Dortmunder Führungsriege seit Jahren herunterbetet: das finanzielle Ungleichgewicht.

Kehl: Bayern spielt finanziell in einer anderen Liga als der BVB

"Bayern macht 285 Millionen Euro mehr Umsatz als wir", wird Kehl von SPOX zitiert. "Die werden in diesem Sommer grob geschätzt noch mal das Doppelte von dem in ihren Kader investieren, was wir zur Verfügung hatten."

Und damit adressiert Kehl eine Kritik, die sich an die Öffentlichkeit richtet. Bei diesem finanziellen Ungleichgewicht darf schlichtweg nicht erwartet werden, dass der BVB den Bayern Paroli bieten kann. Punkt. Und das muss in der öffentlichen Wahrnehmung endlich ankommen - auch wenn der FCB die 20. Meisterschaft in Folge holen wird.

Kehl sieht Leipzig und Leverkusen auf Augenhöhe

Zudem betonte Kehl, dass der BVB zum Stellvertreter in der Frage gemacht wurde, wer die Bayern vom Thron stoßen soll. Das mag vor zehn Jahren Gültigkeit gehabt haben, ist mittlerweile aber schlichtweg ein Mythos. "Die Frage nach der Meisterschaft darf aber auch gerne mal in Leipzig oder Leverkusen gestellt werden", ergänzte Kehl.

Damit folgt der neue Sportdirektor der Borussia dem, was Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke unlängst sagte: "Niemand erwartet, dass Mainz 05 nächstes Jahr vor Borussia Dortmund steht, obwohl das finanzielle Delta zwischen Mainz 05 und Borussia Dortmund deutlich kleiner ist als zwischen Borussia Dortmund und Bayern München."

Und so simpel ist die Rechnung nun einmal.


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