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BVB prüft Einspruch gegen drohende Hummels-Sperre

Jan Kupitz
Mats Hummels kann's kaum glauben
Mats Hummels kann's kaum glauben / Soccrates Images/GettyImages
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Der BVB prüft einen Einspruch gegen die Rote Karte von Mats Hummels. Michael Zorc bemängelt den "fehlenden Respekt".


Beim Champions-League-Duell zwischen Dortmund und Ajax Amsterdam war es die Szene des Spiels: Nach einer eigentlich harmlosen Grätsche gegen Antony sah Mats Hummels die Rote Karte von Schiedsrichter Michael Oliver. Als wäre die Entscheidung nicht schon hanebüchen genug gewesen, setzte der VAR noch einen drauf, als er den Platzverweis nicht einmal revidierte.

"Das war eine mehr als offensichtliche und klar belegbare Fehlentscheidung. Sie hat unser Spiel kaputt gemacht und das Spiel entschieden", polterte Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag gegenüber dem SID. Der BVB wolle nun "Kontakt mit der UEFA" suchen und prüfe derzeit mit einem Justiziar den Vorfall, um gegebenenfalls einen Einspruch gegen die drohende Sperre einzulegen.

"Die UEFA wirbt für Respekt, aber das hat mit Respekt nichts zu tun. Oliver steht zehn Meter neben dem Bildschirm, das muss er sich anschauen. Mats Hummels grätscht ja 40 Zentimeter an Antony vorbei, der steigt ihm sogar noch auf den Fuß", war Zorc am Tag darauf noch immer fassungslos wegen der Entscheidung.

Auch Mats Hummels konnte kaum glauben, dass er für das Tackling die Rote Karte gesehen hat. "Ich habe keine Ahnung, wie man da Rot geben kann. Ich habe keine Ahnung, wie ein Schiedsrichter auf angeblichem Champions-League-Niveau, da auf die Idee kommt, Rot zu geben", so der wütende Verteidiger nach Abpfiff bei DAZN. Es war eine absurde Fehlentscheidung. Das ist ja eine Farce, das ist lächerlich."

Spannend wird sein, wie die UEFA den Vorfall bewertet.

Ein Mitwirken von Hummels im kommenden Gruppenspiel gegen Sporting wäre umso wichtiger, da es in Lissabon um nichts anderes als das Weiterkommen geht. Insofern wäre ein Freispruch des Abwehrchefs für die Borussia Gold wert.

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