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BVB: Piszczek über den "größten Bruch" unter Klopp

Jan Kupitz
Der Götze-Abgang hat den BVB zurückgeworfen
Der Götze-Abgang hat den BVB zurückgeworfen / PIERRE-PHILIPPE MARCOU/Getty Images
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Vor zehn Jahren war der BVB drauf und dran, dem FC Bayern München die Vormachtstellung in der Bundesliga streitig zu machen. Doch mittlerweile ist der Rekordmeister den Schwarz-Gelben wieder weit enteilt - Lukasz Piszczek glaubt, dass es ohne den Wechsel von Mario Götze anders gekommen wäre.


Zu Beginn der 2010er Jahre war es den Dortmundern gelungen, dem großen Rivalen aus dem Süden die Stirn zu bieten. Zweimal in Folge wurde der BVB Deutscher Meister, gewann zudem einmal den DFB-Pokal - und das durch einen furiosen 5:2-Finalerfolg über die Münchener. Ein echtes Statement der Schwarz-Gelben, die sich zu dieser Zeit auf Augenhöhe mit dem Rekordmeister befanden.

Mit Mats Hummels, Neven Subotic, Sven Bender, Mario Götze, Ilkay Gündogan und Robert Lewandowski hatte der BVB ein so talentiertes Gerüst, das dem FC Bayern langfristig hätte gefährlich werden können. "Wir hatten eine großartige Mannschaft, die Zeit war phänomenal, da sind viele Freundschaften entstanden", erinnerte sich BVB-Urgestein Lukasz Piszczek im Podcast "kicker meets DAZN" an die damalige Zeit.

Doch bekanntlich schaffte es der BVB nicht, dauerhaft mit dem Niveau der Münchener mithalten zu können. Laut Piszczek lag das am Wechsel von Mario Götze, der sich 2013 überraschend dem Rekordmeister anschloss. "Mario ging zu Bayern - das war der größte Bruch in der Mannschaft, weil uns gezeigt wurde, dass wir nicht für immer zusammenspielen würden", gestand Piszczek, der Götzes Abgang einen "Schock" nannte: "Weil wir uns schon gefragt haben, was passieren könnte, wenn wir so weiterspielen."

Champions League - Borussia Dortmund v Real Madrid
Götzes Wechsel sorgte für einen Bruch beim BVB / VI-Images/Getty Images

Ein Jahr später ging auch noch Robert Lewandowski - ablösefrei! - vom BVB zu den Bayern, 2015 war schließlich das Kapitel "Jürgen Klopp" in Dortmund beendet. "Diese intensive Zeit hat uns allen, auch dem Trainer, viel Energie und Kraft gekostet. Dass es irgendwie zum Bruch kam, musste, denke ich, auch so sein. Das war normal", erklärte Piszczek den Umbruch, nur zwei Jahre, nachdem der BVB noch im Champions-League-Finale gestanden hatte.

Mittlerweile liegt die Borussia wieder ein gutes Stück hinter dem FC Bayern zurück, wie auch Hans-Joachim Watzke erkannte: "Wenn Bayern München alle Spiele gewinnt, dann wird es für uns schwer", teilte der BVB-Boss im "Doppelpass" auf Sport1 mit. Ohne Ausrutscher des Rekordmeisters könne der BVB nicht mithalten: "Sie müssen uns aktuell ein Stück entgegenkommen – also nicht wenden, aber ab und zu eben auch mal verlieren."

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