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Neuer Vertrag für Zagadou: Wie handelt der BVB?

Jan Kupitz
Dan-Axel Zagadou
Dan-Axel Zagadou / Martin Rose/GettyImages
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Borussia Dortmund muss erneut wochenlang auf Dan-Axel Zagadou verzichten. Sollte der BVB mit dem Verteidiger überhaupt verlängern?


Dan-Axel Zagadou gehört ohne Frage zu den größten Pechvögeln der Bundesliga. Nachdem der Franzose im Jahr 2021 bereits monatelang ausgefallen war, dauerte es auch 2022 nur bis Mitte Februar, bis ihn die erste größere Verletzung heimsuchte: Beim 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach erlitt Zagadou einen Muskelfaserriss, der ihn mal wieder wochenlang außer Gefecht setzen wird.

Der 22-Jährige wird somit erneut wichtige Spiele verpassen - unter anderem das Europa-League-Rückspiel gegen die Rangers oder das schwere Auswärtsspiel in Mainz. Und das ausgerechnet in einer Phase, in der der BVB ihn in Abwesenheit des ebenfalls verletzten Manuel Akanji so dringend gebraucht hätte.

Die abermalige Verletzung des Innenverteidigers wirft zudem das große Fragezeichen auf, wie der BVB mit Zagadou langfristig planen soll. Sein Vertrag endet bekanntlich im Sommer - und obwohl beide Seiten prinzipiell an einer Verlängerung interessiert wären, sollte man diese keineswegs als selbstverständlich hinnehmen. Denn der BVB muss sich ernsthaft fragen, ob man den Youngster überhaupt halten sollte.

Gewiss, das Potenzial steht bei Zagadou außer Frage. Und einen Spieler in Coronazeiten, die den Geldbeutel stark strapazieren, für lau zu verlieren, tut noch mehr weh als sonst.

Aber das war es dann auch schon mit den Argumenten, die aktuell für einen Verbleib sprechen.

Betrachtet man Zagadous Situation nüchtern, sprechen weder seine sportlichen Leistungen der letzten Wochen, noch seine Verletzungsanfälligkeit für eine Verlängerung. Was nützt all das Potenzial, wenn der Spieler regelmäßig ausfällt und dann mehrere Wochen benötigt, um seine Form wiederzufinden? Konstant abgeliefert hat Zagadou beim BVB, so ehrlich muss man sein, schon seit Jahren nicht mehr. Hier und da blitzten seine überragenden Fähigkeiten mal auf - doch Borussia Dortmund ist kein Verein, bei dem kleckerweise gute Leistungen ausreichen.

Im Grunde kann es nur eine Bedingung geben, unter der die Borussia eine Verlängerung mit Zagadou in Erwägung ziehen sollte: ein leistungsbezogener Vertrag über eine begrenzte Laufzeit, der sich nur verlängert, falls er eine bestimmte Anzahl an Einsätzen vorweisen kann.

Für einen neuen, langfristigen Kontrakt ist der Franzose (oder vielmehr sein Körper) in den letzten Wochen und Monaten zu viel schuldig geblieben. Was man ebenfalls nicht vergessen darf: Das Arbeitspapier, das der 22-Jährige derzeit besitzt, ist jenes, als er 2017 aus der PSG-Jugend zur Borussia gewechselt war. Dementsprechend dürfte er bei einer Verlängerung eine (deutliche) Gehaltserhöhung anvisieren - da kann und darf der BVB nicht mitspielen.

Hochbezahlte Spieler, die zu selten Leistung abrufen (Bürki, Witsel, Brandt, Hazard, Schulz), hat der BVB in seinem Kader bereits zuhauf.


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