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Die BVB-Zwickmühle bei Dan-Axel Zagadou

Simon Zimmermann
Dan-Axel Zagadou wartet seit Mitte März auf seinen nächsten Einsatz
Dan-Axel Zagadou wartet seit Mitte März auf seinen nächsten Einsatz / Lars Baron/Getty Images
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Quo vadis, Dan-Axel Zagadou? Der BVB-Verteidiger befindet sich weiterhin im Krankenstand. Der Vertrag des 22-Jährigen läuft im Sommer aus. Ob und wie lange er in Dortmund verlängert, ist völlig offen. In Mailand will man die Situation genauestens beobachten.


2017 kam Dan-Axel Zagadou ablösefrei von Paris Saint-Germain zum BVB. Seither werfen den hochveranlagten Innenverteidiger immer wieder Verletzungen zurück. Ganze 77 Pflichtspiele hat der 22-jährige Franzose in seiner Zeit in Dortmund verpasst. Immer wieder machen Zagadou muskuläre Probleme und Kniebeschwerden zu schaffen.

Planung unmöglich: Bei Zagadou streikt regelmäßig der Körper

Seit Mitte März hat der Youngster mittlerweile kein Spiel mehr für Schwarz-Gelb absolviert. Nach einer Knie-OP muss sich Zagadou weiterhin zurück kämpfen. Seine sportliche Zukunft scheint derweil offen zu sein. Der Vertrag mit dem Abwehrspieler läuft im kommenden Sommer aus. Laut den Ruhrnachrichten gab es bislang noch keine Gespräche. Sport1 berichtete zuletzt dagegen, dass der BVB an einer Verlängerung interessiert sei und die Verhandlungen bereits angelaufen seien.

So oder so, für beide Seiten ergibt sich aktuell keine einfache Situation. Vom Potenzial her könnte der Linksfuß dem BVB auf jeden Fall weiterhelfen. Die enorme Verletzungsanfälligkeit macht eine Planung mit Zagadou aber äußerst kompliziert. Mehr als an einem recht kurzfristigen Vertrag dürften die BVB-Verantwortlichen nicht interessiert sein.

Das Duo Hummels und Akanji ist gesetzt

Zagadou auf der anderen Seite muss sich die Frage stellen, ob ein Verbleib in Dortmund sinnvoll wäre. Mit Mats Hummels und Manuel Akanji scheint das Innenverteidiger-Duo aktuell gesetzt zu sein. Dennoch würde ein fitter Zagadou wohl ebenfalls einige Spielzeit erhalten. Dabei wäre er vorerst aber wohl nur die Nummer drei in der Abwehrzentrale.

Sollte der BVB also nur eine kurzfristige Verlängerung anbieten, wäre für Zagadou ein ablösefreier Wechsel mit Sicherheit eine ernsthafte Option. Interesse soll es trotz seiner Verletzungsanfälligkeit bereits geben - das hohe Potenzial machts möglich. Laut italienischen Medienberichten hat die AC Milan bereits die Fühler ausgestreckt und hoffe auf einen ablösefreien Transfer im kommenden Sommer.

Konkret dürfte aber bislang weder eine sich anbahnende Verlängerung, noch ein möglicher Milan-Wechsel sein. Bis zum kommenden Sommer ist noch viel Zeit. Zeit, in der sich Zagadou endlich auch wieder auf dem Platz beweisen muss. Am besten konstant und ohne weitere Rückschläge.

Schafft er das, spricht nicht viel gegen eine BVB-Zukunft. Gelingt das nicht, ist eine Trennung im Sommer 2022 recht wahrscheinlich.

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