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Zagadou-Rückkehr dauert an - Verlängerung beim BVB vorstellbar

Jan Kupitz
Dan-Axel Zagadou muss auf sein Comeback warten
Dan-Axel Zagadou muss auf sein Comeback warten / Daniel Kopatsch/Getty Images
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Die Leidenszeit von Dan-Axel Zagadou wird noch eine Weile andauern: Der Franzose rechnet erst im Herbst mit einer Rückkehr. Eine Verlängerung beim BVB kann er sich gut vorstellen.


Vier Jahre trägt Dan-Axel Zagadou mittlerweile schon das schwarz-gelbe Trikot von Borussia Dortmund. Der Verteidiger schwang sich in dieser Zeit zum Publikumsliebling auf und erhielt sogar einen eigenen Fansong. Doch in den letzten Monaten ist es ruhiger um ihn geworden; Verletzungen haben seine steile Entwicklung jäh gestoppt.

Lediglich 380 Pflichtspielminuten bestritt der 22-Jährige, ausgebremst von hartnäckigen Knieproblemen, in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend. Die meiste Zeit musste er von der Tribüne aus verfolgen, wie sich seine Teamkollegen eine wilde Achterbahnfahrt lieferten, am Ende mit der CL-Quali und dem Pokalsieg aber einen versöhnlichen Abschluss feierten.

Zagadou noch "zwei, drei Monate" raus

Auch zu Beginn der neuen Saison wird 'Daxo' noch nicht wieder ins Geschehen eingreifen können. Auf einer Presserunde während des Dortmunder Trainingslagers verriet er (via Ruhr Nachrichten), dass er noch etwas Zeit benötige und damit rechne, "dass ich in zwei, drei Monaten wieder fit sein werde".

Das Dortmunder Sorgenkind gab an, dass es auch schon ein vielversprechendes Gespräch mit Marco Rose hatte. "Er hat mir gesagt, dass er sich darauf freut, wenn ich wieder auf dem Platz stehen kann, dass er mich als Spielertypen kennt. Und er hat mir alles Gute für meine weitere Reha gewünscht", so Zagadou, der zudem mitteilte, dass es ihm gut gehe und er im Plan sei. "Ich bin froh, jetzt nach meinem Urlaub wieder bei der Mannschaft zu sein."

Aufgrund der anhaltenden Verletzungsprobleme habe man auch schon "analysiert, wo die Gründe für die Verletzungen lagen, ob und wie wir sie vermeiden können". Grundsätzlich ausschließen könne man Ausfälle natürlich nie, doch um in Zukunft besser gerüstet zu sein, versuche er, sich "besonders intensiv aufzuwärmen" und "spezielle Übungen zur Stabilität der Gelenke" durchzuführen. Mit seinen 22 Jahren hatte Zagadou schließlich schon genug Ausfälle. "Ich habe ja leider genügend Erfahrung darin gesammelt, nicht spielen zu können", wie er sarkastisch bemerkte.

Zagadou-Verlängerung: BVB am Zug

Neben seiner Rückkehr auf den grünen Rasen steht auch Zagadous vertragliche Zukunft im Fokus. Sein aktuelles Arbeitspapier läuft im kommenden Sommer aus - eine ungünstige Position, in die der BVB dadurch geraten ist.

Doch der Franzose gab an, dass er sich eine Verlängerung gut vorstellen könne, sollte der Verein auf ihn zukommen: "Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Ich weiß natürlich, dass der Vertrag im kommenden Sommer ausläuft. Der BVB hat mir die Chance gegeben, mich als Profi zu beweisen. Wenn der Verein das ähnlich sieht wie ich, bleibe ich sehr gerne bei Borussia Dortmund."

Nun liegt der Ball bei Michael Zorc und Sebastian Kehl, die aber wohl erstmal Zagadous Comeback und gegebenenfalls weitere Rückschläge abwarten werden.

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