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BVB

Dortmunds Transferperioden seit 2010 im Ranking

Jan Kupitz
Michael Zorc hat beim BVB viele gute Transfers getätigt
Michael Zorc hat beim BVB viele gute Transfers getätigt / Frederic Scheidemann/Getty Images
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Der BVB hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder dadurch ausgezeichnet, die Stars von morgen zu entdecken und verpflichten zu können. Bei den Transfers von etablierteren Kräften klappte das jedoch nicht ganz so gut, wie die folgende Übersicht zeigt.

Die Transferperioden von Borussia Dortmund seit 2010 im Ranking:

11. 14/15

Ciro Immobile
Immobile und BVB - keine erfolgreiche Beziehung / Boris Streubel/Getty Images

Zugänge: Ciro Immobile, Kevin Kampl (Winter), Matthias Ginter, Adrian Ramos, Shinji Kagawa, Dong-won Ji

Abgänge: Robert Lewandowski, Julian Schieber, Manuel Friedrich, Jonas Hofmann (Winter), Dong-won Ji (Winter)

Lewy für lau verloren, dazu keine Spieler geholt, die (auf lange Sicht) eine Verstärkung waren. 14/15 war ein ziemliches Desaster.

10. 20/21

Jude Bellingham
Bellingham: so jung und schon so gut / Matthias Hangst/Getty Images

Zugänge: Jude Bellingham, Thomas Meunier, Reinier

Abgänge: Leonardo Balerdi, Mario Götze, André Schürrle (Karriereende)

Inmitten der Corona-Pandemie ließ es der BVB ruhig angehen. Die Verpflichtung von Bellingham war eine Eins mit Sternchen, bei Meunier und Reinier hat es bislang nicht so recht geklappt. Götze, Schürrle und Balerdi waren absolut entbehrlich.

9. 16/17

COMBO-FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND
Götze und Schürrle konnten nicht mehr überzeugen / ROBERT MICHAEL/Getty Images

Zugänge: Ousmane Dembele, André Schürrle, Mario Götze, Sebastian Rode, Raphael Guerreiro, Emre Mor, Marc Bartra, Mikel Merino, Alexander Isak (Winter)

Abgänge: Mats Hummels, Henrikh Mkhitaryan, Ilkay Gündogan, Kuba, Moritz Leitner, Neven Subotic (Leihe), Adrian Ramos (Leihe)

Im Sommer 2016 war die berühmte Transferperiode, in der Aki Watzke vollmündig ankündigte, dass man Hummels, Mkhitaryan und Gündogan nicht komplett abgeben werde - nur um Wochen später dann genau das zu tun.

Dazu waren die Verpflichtungen von Götze (Rückkehr), Schürrle, Rode und Türkei-Messi Mor vier Griffe ins Klo. Zum Glück kam neben Dembele auch Guerreiro, sonst hätte man in diesem Sommer die Note 6 verteilen müssen. So haben sie die Dortmunder doch noch einigermaßen gerettet.

8. 15/16

UEFA Champions League"FC Barcelona v Borussia Dortmund"
Weigl war jahrelang ein wichtiger Baustein / ANP Sport/Getty Images

Zugänge: Gonzalo Castro, Roman Bürki, Julian Weigl, Ju-ho Park, Adnan Januzaj (Leihe)

Abgänge: Ciro Immobile (Winter), Kevin Kampl, Sebastian Kehl (Karriereende), Mitch Langerak, Milos Jojic, Kevin Großkreutz, Kuba, Oliver Kirch

Weigl und Bürki waren eine Zeit lang extrem wichtige Spieler, doch irgendwie weiß man mit diesem Transferjahr nicht wirklich viel anzufangen. Nichts Halbes und nichts Ganzes, möchte man sagen. Deshalb irgendwo im Mittelfeld unseren Rankings.

7. 12/13

Marco Reus
Reus' Verpflichtung war 12/13 das einzig Positive / Frederic Scheidemann/Getty Images

Zugänge: Marco Reus, Leonardo Bittencourt, Julian Schieber, Nuri Sahin (Winter), Oliver Kirch

Abgänge: Shinji Kagawa, Lucas Barrios, Ivan Perisic (Winter), Chris Löwe (Winter),

Einzig und allein die Verpflichtung von Reus sorgte dafür, dass dieses Transferfenster kein Desaster war. Bittencourt und Schieber floppten, ebenso die Rückholaktion von Sahin. Kirch war dagegen eine sinnvolle Ergänzung; der Mittelfeldspieler explodierte unter Jürgen Klopp förmlich und hat bei den BVB-Anhängern bis heute einen Stein im Brett.

Auf der anderen Seite hatte man mit Torjäger Barrios, Prime-Kagawa und dem vielversprechenden Perisic durchaus schmerzhafte Abgänge.

6. 17/18

Jadon Sancho
Sanchos Transfer war ein Coup des BVB / Pool/Getty Images

Zugänge: Andrej Yarmolenko, Dan-Axel Zagadou, Maximilian Philipp, Ömer Toprak, Mo Dahoud, Jadon Sancho, Jeremy Toljan, Manuel Akanji (Winter), Sergio Gomez (Winter), Michy Batshuayi (Winter, Leihe)

Abgänge: Ousmane Dembele, Matthias Ginter, Emre Mor, Sven Bender, Adrian Ramos, Pascal Stenzel, Mikel Merino (Leihe), Pierre-Emerick Aubameyang (Winter), Marc Bartra (Winter), Neven Subotic (Winter), Jacob Bruun Larsen (Winter, Leihe)

Ganz viel Licht und Schatten gab es 17/18. Die Verpflichtung von Sancho war ein Coup, bei Zagadou, Akanji und Dahoud kann man weder richtig zufrieden, noch außerordentlich wütend sein. Yarmolenko, Toprak und Gomez waren dagegen absolute Flops.

Dafür verlor man mit Dembele und Aubameyang zwei sportlich wichtige Spieler - auch wenn ihr Verhalten extrem fragwürdig war.

5. 11/12

Dortmund's Brazilian defender Dede cover
Dede's Abschieds tat weh / PATRIK STOLLARZ/Getty Images

Zugänge: Ilkay Gündogan, Ivan Perisic, Chris Löwe

Abgänge: Nuri Sahin, Dede, Mohamed Zidan (Winter), Markus Feulner, Dimitar Rangelov, Daniel Ginczek

Prime-Sahin wurde gegen Gündogan ausgetauscht. Ansonsten tat sich nicht allzu viel, auch wenn der Abschied von BVB-Legende Dede emotional schmerzhaft war.

4. 13/14

FBL-GER-CUP-DFB-1860 MUNICH-BORUSSIA DORTMUND
Sportlich haben Auba und Micky beim BVB überzeugt / CHRISTOF STACHE/Getty Images

Zugänge: Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis, Manuel Friedrich, Milos Jojic (Winter)

Abgänge: Mario Götze, Leonardo Bittencourt, Koray Günter (Winter),Felipe Santana, Marvin Bakalorz, Patrick Owomoyela

Der Wechsel vom aufstrebenden Götze tat weh, ohne Frage. Doch mit Mkhitaryan fand man einen adäquaten Nachfolger, des Weiteren kamen Aubameyang und Sokratis, die in ihrer BVB-Zeit echte Verstärkungen waren. All good!

3. 18/19

Paco Alcacer, Manuel Neuer o
Alcacer hat für den BVB stark geknipst / Boris Streubel/Getty Images

Zugänge: Axel Witsel, Thomas Delaney, Achraf Hakimi (Leihe), Paco Alcacer, Marius Wolf, Marwin Hitz, Leonardo Balerdi (Winter)

Abgänge: Andrej Yarmolenko, Sokratis, Mikel Merino, Gonzalo Castro, Nuri Sahin, André Schürrle (Leihe), Sebastian Rode, Erik Durm

Insgesamt ein sehr vielversprechendes Transferjahr. Bei den Abgängen tat kein einziger Wechsel weh, dafür kamen mit Witsel, Delaney, Hakimi und Alcacer vier Spieler, die dem Verein definitiv weitergeholfen haben. Stark!

2. 19/20

Mats Hummels, Julian Brandt
Brandt und Hummels - bislang konnte nur einer überzeugen / Martin Rose/Getty Images

Zugänge: Mats Hummels, Julian Brandt, Nico Schulz, Thorgan Hazard, Erling Haaland (Winter), Emre Can (Winter)

Abgänge: Christian Pulisic, Abdou Diallo, Maximilian Philipp, Alexander Isak, Shinji Kagawa, Ömer Toprak, André Schürrle (Leihe) Paco Alcacer (Winter), Julian Weigl (Winter), Jacob Bruun Larsen (Winter)

Hummels + Haaland: zwei Volltreffer! Hazard + Can: zwei insgesamt gute Griffe. Schulz + Brandt: zwei Flops.

Bei den Abgängen konnte man sehr gute Ablösen erzielen, weshalb man 19/20 definitiv zu den besseren Transferperioden zählen muss.

1. 10/11

Dortmund's Polish striker Robert Lewando
Lewy und Kagawa - zwei der besten Transfers von Susi Zorc überhaupt / JOHN MACDOUGALL/Getty Images

Zugänge: Robert Lewandowski, Shinji Kagawa, Lukasz Piszczek, Mitch Langerak, Moritz Leitner, Antonio da Silva

Abgänge: Nelson Valdez, Marc Ziegler, Dimitar Rangelov, Julian Koch (Leihe), Tinga, Uwe Hünemeier, Tamas Hajnal (Winter)

Lewy, Kagawa, Piszczek - drei Spieler, die maßgeblich daran beteiligt waren, dass der BVB sich als zweite Kraft der Bundesliga etablierte. Gekauft für'n Appel und nen Ei. Dazu gab es keine schmerzhaften Abgänge.

10/11 war ganz klar das Transferfenster, in dem ein wesentlicher Baustein zum Aufstieg des BVB gelegt wurde.

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