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Jetzt macht Kehl den BVB-Stars Druck

Yannik Möller
Sebastian Kehl
Sebastian Kehl / Matthias Hangst/GettyImages
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Bei Borussia Dortmund möchten die Verantwortlichen insbesondere die fehlenden Leistungen mancher Offensivspieler als Knackpunkt für den bislang schwachen Saisonverlauf ausgemacht haben. Entsprechend erhöht Sebastian Kehl nun auch öffentlich den Druck.


Mit dem sechsten Tabellenplatz nach 15 Spieltagen kann der BVB angesichts der eigenen Erwartungen und Ambitionen gewiss nicht zufrieden sein. Zumal die Mannschaft im Laufe der bisherigen Saison auch schon mehrfach spielerische Auftritte zeigte, die die Fans teilweise zum Verzweifeln brachten.

Stand jetzt ist sogar die Teilnahme an der Champions League in Gefahr. Kein akzeptabler Zustand für Schwarz-Gelb, weshalb Sebastian Kehl zusammen mit Edin Terzic und Hans-Joachim Watzke zur Analyse angesetzt hat.

Ein Ergebnis: Auch und vor allem die Offensive ist bislang viel zu schwach. Die 65 Millionen Euro, die insgesamt für Donyell Malen, Karim Adeyemi und Anthony Modeste ausgegeben wurden, sind in ihrem Wert nicht auf dem Platz zu sehen. Allen voran von Malen und Adeyemi haben sich die Bosse deutlich mehr erhofft.

Karim Adeyemi
Karim Adeyemi / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Kehl erhöht den Druck auf Adeyemi und Co.

"Natürlich haben wir nicht erst in der Analyse festgestellt, dass einige unserer Spieler - insbesondere in der Offensive - nicht jene Leistungen gezeigt haben, die wir von ihnen und die sie von sich selbst erwarten müssen", kommentierte Kehl die gezogenen Schlüsse.

Das Resultat: Der Sportdirektor, der durch die schwachen Leistungen der teuren Einkäufe selbst im Fokus steht, erhöht öffentlich den Druck.

Kehl knallhart: "Wir werden ab Januar noch deutlicher einfordern, dass sie sich kritisch hinterfragen, härter im Umgang mit sich selbst sind und härter an sich arbeiten. Das Potenzial besitzen unbestritten alle."

Durch die Rückkehr so mancher zuletzt verletzter Spieler erhofft er sich zudem einen größeren Konkurrenzkampf. Dieser könnte den Druck "auf den verschiedenen Positionen dann wieder deutlich intensivieren", so seine Hoffnung für eine weitere Leistungssteigerung.

Doch einfach durch einen kritischeren Umgang werden Adeyemi und Co. nicht plötzlich zur Höchstform auflaufen. Zu häufig fehlte dem BVB-Team auch das klare Konzept, wie die Spiele erfolgreich gestaltet werden sollten. Terzic muss seinen Spielern zumindest ein paar Lösungsansätze an die Hand geben, sonst wird es schwer im Kampf um die Königsklasse.



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