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Nach der BVB-Pleite gegen Leipzig: Darauf kommt es in Stuttgart an

Martin Bytomski
Jude Bellingham und der BVB nach der Pleite gegen Leipzig
Jude Bellingham und der BVB nach der Pleite gegen Leipzig / Alex Grimm/GettyImages
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Mit einem lautstarken Pfeifkonzert schickten die kaum noch anwesenden Fans von Borussia Dortmund die Mannschaft nach dem 1:4-Debakel gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende in die Kabine. Am Freitag hat der BVB wieder einmal die Möglichkeit, sich nach einer bitteren Niederlage zu rehabilitieren.


Die Ruhrgebiets-Mentalität ist oft zitiert. Harte Arbeit, viel Leidenschaft, alles für den Kumpel geben – das entspricht auch der Vorstellung der Ruhrpottler vom Fußball. Das ist es, was die Leute in Gelsenkirchen, Essen oder Duisburg sehen wollen. Das ist Dortmund nicht anders. Sicher, die Fans lassen sich auch gerne von Kabinettstückchen verzücken. Doch auch Rumpelfußball wird verziehen, wenn nur der Einsatz stimmt.

BVB kann auch über Kampf zum Erfolg kommen: Gegen den VfB ist Arbeitsmoral gefragt

Das muss in Stuttgart zu sehen sein. Rückblende: Auch die knappen Siege gegen Bielefeld oder in Mainz waren bei weitem keine spielerischen Glanzstücke. Doch der Einsatz der zu der Zeit arg dezimierten Mannschaft wurde honoriert. Die Fans hatten das Gefühl, die Mannschaft hat sich für die drei Punkte zerrissen. Auch nach dem auf dem Papier mageren 1:1 beim 1. FC Köln gab es aus dem lautstarken Dortmunder Auswärtsblock anerkennenden Applaus und Sprechchöre für eine von Kampf geprägte Partie.

Deshalb ist klar: Der Einsatz muss in Stuttgart stimmen. Die Gier nach Erfolg muss zu sehen sein. Der Weg der Maloche, wie harte Arbeit im Ruhrgebiet genannt wird, ist der für Fans in dieser Situation einzig akzeptable Weg. Findet übrigens auch BVB-Coach Marco Rose, der dafür die Champions-League-Partie von Villarreal gegen den FC Bayern anführt: "Wenn ich sehe, welche Physis, welches Tempo in Villarreal in der Champions League auf dem Platz war: Dort sehen wir uns. Immer wieder die richtige Mischung zu finden, aber vor allem in den 90 Minuten bei uns zu bleiben und Borussia-Dortmund-like den Fußball nicht außer Acht zu lassen, das fällt uns schwer."

Rose fordert Haltung: "Dort entwickelt sich Fußball hin"

Noch deutlicher wird der Fußball-Lehrer beim bereits häufig von ihm angesprochenen Thema "Haltung": "Da bin ich wieder beim Thema Haltung. Das ist ein Punkt, auf den man sich immer wieder einlassen muss. Dort entwickelt sich der Fußball hin. Wenn wir dort nicht aufpassen, kann es passieren, dass wir den Anschluss verlieren. Nur noch schön zu spielen, das wird nicht mehr funktionieren."

Wenn die Borussia nicht aufpasst, verliert sie nicht nur den Anschluss, sondern auch ihre Fans. Deshalb sollte sie dringend bei unbequemen Stuttgartern anfangen, Fußball zu arbeiten. Denn selbst während der bis heute glorifizierten Zeit unter Ex-Trainer Jürgen Klopp waren es nicht die Kabinettstückchen, sondern die intensive Balljagd und das rasante Umschaltspiel, das die Anhänger mitriss. All das wird nicht gleich am Freitag zu sehen sein. Doch zumindest auf harte Arbeit und Leidenschaft kommt es in Stuttgart an.


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