Bundesliga

Watzke beklagt Gehalts-Unterschiede zwischen Bayern und BVB: "Wahrscheinlich mehr als 150 Mio. Euro"

Yannik Möller
Hans-Joachim Watzke
Hans-Joachim Watzke / Markus Gilliar/GettyImages
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Ginge es nach den Erwartungen von Hans-Joachim Watzke, wäre der Abstand zwischen FC Bayern und Borussia Dortmund in der Tabelle noch größer. Der BVB-Boss beklagt die riesigen Unterschiede im Gehaltsvolumen der beiden Klubs.


Hans-Joachim Watzke findet es "einigermaßen erstaunlich, dass in der Bundesliga aktuell der Abstand zwischen den Bayern und uns [BVB] nicht so groß ist wie zwischen uns und dem Dritten Leverkusen". Das erklärte er gegenüber der Sport Bild.

Woher die Verwunderung über die tabellarische Ausgangslage rührt? Vom unterschiedlichen Gehaltsvolumen, das der Dortmund-Geschäftsführer beklagt. Doch längst nicht nur mit dem üblichen Verweis auf die deutlich besseren finanziellen Möglichkeiten.

Stattdessen nannte er sogar eine Zahl: "Was man sich vor Augen halten muss: Der Abstand im Gehaltsvolumen zwischen dem Tabellenersten Bayern und dem Zweiten Dortmund beträgt mittlerweile wahrscheinlich mehr als 150 Millionen Euro."

Watzke: BVB-Differenz zu den Bayern größer als zu Fürth

Eine Summe, die zwar nicht auf die Million genau sein wird, aber durchaus in die richtige Richtung gehen dürfte. Schließlich wirft Watzke, der als DFL-Aufsichtsratschef, erster DFB-Vizepräsident und Vorstandsmitglied des europäischen Klub-Verbands inzwischen der einflussreichste Fußball-Funktionär Deutschlands ist, nicht einfach so irgendeine Zahl in den Raum.

Diesen Unterschied machte er mit einem weiteren Vergleich noch deutlicher. Dieser Abstand zwischen Rang eins und zwei ist "damit größer als der Abstand zwischen uns und Greuther Fürth auf Platz 18".

Daher hätte er angesichts dieser Differenzen im Gehalt erwartet, dass die Münchener einen größeren Vorsprung als die derzeitigen sechs Punkte bekommen.

Hans-Joachim Watzke
Watzke beim DFB / Alexander Scheuber/GettyImages

"Es gibt eine glasklare Korrelation zwischen finanziellem Aufwand und sportlichem Erfolg", ist sich Watzke sicher. Der 62-Jährige weiter: "Wer das nicht glaubt, der kann sich gern mal die vergangenen 20 Jahre bei Paris und Manchester City angucken - bevor die Scheichs investiert haben und danach."

Während sich zurecht gefragt werden darf, ob Dortmund auf 34 Spieltage gesehen mit dem aktuellen Kader in der Lage sein muss, mit dem FCB Schritt zu halten, darf jedoch auch eines nicht vergessen: Das eigene Gehaltsvolumen sind für das frühe Ausscheiden aus Champions League, DFB-Pokal und Europa League auch nicht maßgeblich verantwortlich.

Für Watzke jedoch klar: In der neuen Saison soll ein weiterer Anlauf mit Marco Rose an der Seitenlinie gestartet werden. Sky gegenüber betonte er: "Rose wird bleiben weil er einen sehr guten Job macht. Wir wollen Kontinuität auf der Position haben und sind glücklich mit ihm. So einfach ist das."


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