Bundesliga-Trainer: Wer muss um seinen Job bangen?

Dardai und Weinzierl
Dardai und Weinzierl / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages
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Nach dem siebten Spieltag hat es in der Bundesliga noch keine Trainer-Entlassung gegeben. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Vorsaison, als sich der FC Schalke und FSV Mainz bereits nach dem zweiten Spieltag entschieden hatten, ihre Übungsleiter zu wechseln.

Doch natürlich sind auch in diesem Jahr einige Kandidaten dabei, die schon heftiger unter Druck stehen, als ihnen das lieb sein dürfte.

Diese Trainer müssen dringend liefern

1. Pal Dardai

Pal Dardai
Pal Dardai / Alexander Hassenstein/GettyImages

Gegenüber der Vorsaison, in der die Hertha lange um den Klassenerhalt zittern musste, hat sich in Berlin kaum etwas zum Positiven verändert. Mit nur zwei Siegen (gegen die Aufsteiger aus Bochum und Fürth) liegt der BSC, der mit 20 Gegentoren die Schießbude der Liga ist, nach den ersten sieben Spielen nur auf Rang 14.

Die Leistungen waren bislang enttäuschend, nach dem 0:5-Debakel beim FC Bayern platzte Dardai dann auch noch der Kragen. Von Fredi Bobic gab es daraufhin einen Rüffel, doch noch scheint der Sportvorstand zu seinem Trainer zu stehen. Dass er den Kontakt zu Edin Terzic aufgenommen haben soll, zeigt aber, dass die Hertha sich bereits nach Alternativen umschaut.

Liefert Dardai nach der Länderspielpause nicht ab, könnte es bei der Alten Dame den ersten Trainerwechsel der Saison geben.

2. Markus Weinzierl

FBL-GER-BUNDESLIGA-UNION BERLIN-AUGSBURG
Markus Weinzierl / JOHN MACDOUGALL/GettyImages

Ein weiterer Kandidat für die erste Entlassung dieser Spielzeit ist Markus Weinzierl, der mit dem FC Augsburg sogar noch ein weniger schlechter dasteht als Dardai und die Hertha: Platz 15 heißt es bislang für die Fuggerstädter, die erst einen Sieg einfahren konnten.

Nach der Länderspielpause muss gegen Arminia Bielefeld und Mainz dringend gepunktet werden, ansonsten steckt der FCA schon früh tief im Abstiegssumpf. Mit Spielern wie Dorsch, Maier, Uduokhai und Vargas sollte mehr drin sein.

Nur drei Treffer aus sieben Spielen sind zudem eine grauenhafte Bilanz und die schlechteste der Liga.

Noch keine akute Gefahr, aber...

3. Jesse Marsch

Jesse Marsch
Jesse Marsch / Alex Grimm/GettyImages

In den sozialen Netzwerken wurde schon an einigen Stellen der Rauswurf von Jesse Marsch gefordert, ehe sich RB Leipzig mit den beiden Siegen gegen Hertha und Bochum für den schwachen Saisonstart etwas rehabilitieren konnte.

Die komplett harmonische Chemie zwischen dem US-Boy und den Roten Bullen ist es aber noch nicht, wie auch die 1:2-Heimpleite gegen Club Brügge oder das 3:6-Debakel gegen Man City zeigen.

Defensiv spielt RBL teilweise so vogelwild, dass das über die gesamte Saison gesehen nicht gut gehen kann. Hier muss Marsch dringend ansetzen, ansonsten geraten die Saisonziele - und damit auch sein Job - in Gefahr.

4. Stefan Leitl

Stefan Leitl
Stefan Leitl / Thomas Eisenhuth/GettyImages

Dass Greuther Fürth nach dem überraschenden (wenngleich verdienten) Aufstieg locker-flockig zum Klassenerhalt in der Bundesliga marschieren würde, war natürlich nicht zu erwarten. Und dennoch hatte man sich beim Kleeblatt sicherlich insgeheim mehr erhofft, als nach den ersten sieben Spieltagen zu Buche steht.

Mit nur einem einzigen Punkt und dem schlechtesten Torverhältnis (-14) der Liga liegen die Franken auf dem letzten Tabellenplatz. Dazu schied man in der ersten Pokalrunde beim Underdog Babelsberg aus.

Nach der Länderspielpause kommt es zum Aufsteiger-Duell mit Bochum, wo dringend etwas Zählbares eingefahren werden sollte. Denn danach warten mit Leipzig, Freiburg, Frankfurt und Gladbach Gegner, die im Normalfall (deutlich) außerhalb von Fürths Kragenweite sind.

Ob man am Ronhof dann immer noch so ruhig bleibt?

5. Frank Kramer

Frank Kramer
Frank Kramer / Martin Rose/GettyImages

Nachdem Kramer in der Vorsaison für den überraschend entlassenen Uwe Neuhaus übernommen hatte, brachte er die Spielzeit cool zu Ende und schaffte das Traumziel "direkter Klassenerhalt".

In diesem Jahr geht es für die Arminia natürlich erneut um nichts anderes als den Nicht-Abstieg. Damit das klappt, muss aber auch mal ein Dreier her - nach sieben Spieltagen sind die Bielefelder neben Fürth das einzige Team, das noch ohne Sieg ist. Nur drei Treffer zeugen zudem von einer großen Harmlosigkeit. Hier muss Kramer Lösungen finden, um dem Tabellenkeller zu entfliehen.