90min
Bundesliga

Bundesliga drohen wieder Geisterspiele

Jan Kupitz
Es drohen wieder leere Ränge
Es drohen wieder leere Ränge / Alex Grimm/GettyImages
facebooktwitterreddit

Die deutschen Profiklubs müssen eventuell wieder vor leeren Rängen spielen: Mindestens bis Jahresende drohen Geisterspiele!


Weil die Infektionszahlen in der Bundesrepublik wieder deutlich ansteigen, tagen Bund und Länder in dieser Woche, um das weitere Vorgehen in der Pandemie zu besprechen. In NRW sollen beispielsweise Clubs und Bars wieder geschlossen werden, auch eine allgemeine Impfpflicht steht zur Diskussion.

Selbstverständlich wird auch über Maßnahmen bei Sportveranstaltungen gesprochen - hier droht mindestens eine Reduzierung des Zuschauerkapazität, eventuell müssen sogar die unbeliebten Geisterspiele wieder herhalten.

In Sachsen fanden die Spiele am vergangenen Wochenende bereits ohne Zuschauer statt. Dieses Szenario droht nun auch in den restlichen Bundesländern.

Ministerpräsidenten plädieren für leere Ränge

"Man kann davon ausgehen, dass die Bundesliga ohne Zuschauer weiterspielen soll. Das ist eine richtige Entscheidung", wird Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nach dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag vom SID zitiert.

Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte laut Bild: "Es ist eine wichtige Forderung, dass wir bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr machen." Sollte es zu keiner bundesweiten Regelung kommen, würde Bayern - genau wie Sachsen - die Geisterspiele allein durchziehen.

Am Donnerstag, wenn das nächste Treffen stattfindet, könnten die Maßnahmen offiziell beschlossen werden, sollte man sich für die bundeseinheitliche Regelung entscheiden. Je nachdem, wie schnell die Umsetzung anvisiert ist, droht sogar der Bundesliga-Gipfel zwischen dem BVB und Bayern München zum Geisterspiel zu mutieren.

Vor (annähernd) vollen Rängen, das scheint schon jetzt sicher, wird der Klassiker auf keinen Fall stattfinden.

Leere und stille Stadien - ein Bild, das uns ab sofort in Deutschland wohl wieder häufiger begleiten wird.

facebooktwitterreddit