Im Austausch mit Benfica: Gladbach bastelt an fester Weigl-Verpflichtung

Simon Zimmermann
Julian Weigl kann sich einen Verbleib am Niederrhein sehr gut vorstellen
Julian Weigl kann sich einen Verbleib am Niederrhein sehr gut vorstellen / ANP/GettyImages
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Bei Borussia Mönchengladbach wird derzeit - mal wieder - viel über mögliche Abgänge spekuliert. Bei Julian Weigl sieht die Sache anders aus. Die Fohlen würden die Benfica-Leihgabe gerne über die Saison hinaus halten. Der 27-Jährige selbst hat längst betont, dass er sich einen Verbleib am Niederrhein sehr gut vorstellen kann.


Der sechsfache deutsche Nationalspieler war im Sommer der Wunschkandidat von Neu-Trainer Daniel Farke für das defensive Zentrum. Weigl kam per Leihe von Benfica nach Gladbach. In Lissabon steht der 27-Jährige noch bis 2024 unter Vertrag. Benfica hatte ihn Anfang Januar 2020 für 20 Millionen Euro Ablöse vom BVB verpflichtet.

Dass Weigl gerne fest in Gladbach bleiben würde, deutete er schon Ende November mehr als nur an. Er strebe im Grunde nach Kontinuität und sei jemand, "der nicht in dem einen Jahr bei einem Klub spielen möchte und im Jahr danach bei einem anderem", erklärte er im Mitglieder-Magazin 'FohlenEcho' des Vereins.

"Ich habe immer gesehen, dass der Verein für Werte einsteht, mit denen ich mich auch zu 100 Prozent identifizieren kann. Außerdem gefällt mir der klassische 'Borussia-Fußball', der hier gespielt wird", so Weigl damals weiter. "Ich fand Borussia als Verein immer geil", betonte er.

Mindestens gut waren auch Weigls Leistungen im Gladbach-Trikot bislang. Sportlich wäre sein Verbleib für die Borussia - vor allem unter Trainer Farke - sehr wertvoll. Die Fohlen-Verantwortlichen sollen deshalb längst mit Benfica in Kontakt stehen, um eine feste Verpflichtung auszuloten.

Die Bild hatte Ende des vergangenen Jahres berichtet, dass eine zweistellige Millionen-Ablöse nötig wäre. Für Gladbach wäre das ein finanzieller Kraftakt, der allerdings nicht unmöglich zu stemmen scheint. Kolportiert wird auch eine Kaufoption der Gladbacher, die bei 15 Millionen Euro liegen soll.

Kein Zeitdruck in Weigl-Gesprächen - Ebnet Koné den Weg?

Laut der Rheinische Post stehen die Vereine im Austausch, zeitlich drängen lassen will man sich aber weder in Gladbach noch in Lissabon. Zumal derzeit noch einige andere, wegweisende Personalien auf der Agenda stehen. Eben jene könnten für den Sommer finanziell den Weg für eine feste Weigl-Verpflichtung ebnen.

Der kicker schreibt, dass Weigls Zukunft "noch nicht entschieden" sei. Die Verhandlungen dürften sich demnach noch eine ganze Weile hinziehen. Die Chancen für Gladbach dürften aber gar nicht schlecht stehen. Vor allem dann, wenn Manu Koné die Borussia für eine dicke Ablöse verlassen sollte. Unter anderem RB Leipzig soll an einer Sommer-Verpflichtung des Franzosen interessiert sein, weitere europäische Topklubs haben ihn ebenfalls auf dem Zettel.


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