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Borussia Mönchengladbach

Verletzungssorgen bei der Borussia: Diese Talente stehen als Alternativen bereit

Christian Gaul
Alassane Plea ist einer von mehreren Ausfällen bei der Borussia
Alassane Plea ist einer von mehreren Ausfällen bei der Borussia / Frederic Scheidemann/Getty Images
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Die Borussia muss derzeit auf mehrere Stammkräfte verzichten, doch bieten sich einige Alternativen aus der zweiten Reihe als Ersatz an. Drei Talente meldeten in der laufenden Vorbereitung besonders einen größeren Anspruch an.


Die aktuelle Vorbereitung der Borussia hätte sich der neue Trainer Adi Hütter sicherlich entspannter vorgestellt. Aufgrund der EURO 2020 war bereits im Vorfeld klar, dass einige Nationalspieler erst verspätet zur Mannschaft stoßen werden.

Doch mit Breel Embolo, Ramy Bensebaini, Lars Stindl, Manu Koné und nun auch noch Alassane Plea fallen gleich fünf potenzielle Stammkräfte zusätzlich verletzungsbedingt aus.

Der von den Verantwortlichen angekündigte Umbruch und die damit verbundene Förderung von jungen Spielern könnten sich früher und stärker als erwartet als Lösung dieser Misere herausstellen.

Scally mit richtig guten Aussichten - Noß muss Wolf widerlegen

Laut der RP wird damit gerechnet, dass Stindl bereits beim Testspiel am kommenden Samstag gegen den FC Groningen wieder eine Option sein könnte. Bensebaini wird frühestens zum Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern eingreifen können und Koné bangt noch um den Bundesliga-Start gegen den FC Bayern.

Bei Embolo und Plea steht in den Sternen, wann diese wieder eingreifen können, doch auch die anderen drei potenziellen Stammkräfte gehen jetzt schon mit einem kleinen Handicap in die kommende Saison.

Bereits vor dieser Entwicklung war klar, dass die Borussia einen Neuanfang unter Trainer Adi Hütter plant. Junge Spieler sollten in den Fokus rücken - eine Übergangs-Saison wurde angekündigt. In der bisherigen Vorbereitung konnte man glücklicherweise einige Talente beobachten, die diese Chance nutzen wollen.

Werfen wir einen Blick auf die möglichen Alternativen.

1. Joe Scally

Joe Scally
Joe Scally konnte sich stark anbieten / Christof Koepsel/Getty Images

Der US-Amerikaner war schon länger als Alternative von Rechtsverteidiger Stevie Lainer im Gespräch, doch kann der 18-Jährige auch auf der linken Seite eingesetzt werden - wie seine Auftritte für die U23 und in der Vorbereitung belegen.

Der temporäre Ausfall von Bensebaini wird Scally nun nicht sofort als absolute Stammkraft in die Mannschaft spülen, doch in jedem Fall scheint er mittlerweile berechtigte Ansprüche auf beide Außenverteidiger-Positionen anmelden zu dürfen - sehr zum Ärger von Andreas Poulsen, der in der Vorbereitung bislang wenig punkten konnte.

2. Rocco Reitz

Rocco Reitz
Rocco Reitz führte die junge Mannschaft an / Frederic Scheidemann/Getty Images

Als die Borussia im Test gegen den FC Metz in der zweiten Hälfte mit einer kompletten Talente-Elf auflief, führte der 19-jährige Rocco Reitz das Team als Kapitän an.

In der Vorsaison feierte der zentrale Mittelfeldspieler sein Bundesliga-Debüt, verpasste aber in diesem Sommer einige Wochen der Vorbereitung aufgrund einer Covid-Infektion.

Für die anstehende Spielzeit wird er jedoch eine echte Alternative sein, nicht nur aufgrund der Verletzung seines Kontrahenten Manu Koné.

3. Per Lockl

Per Lockl
Auch Per Lockl konnte sich bei Hütter anbieten / Frederic Scheidemann/Getty Images

Der 20-Jährige zeigte bisher in jedem Testspiel, dass er bis unter die blonden Haarspitzen motiviert ist, den Sprung zu den Profis zu schaffen.

Wie Reitz gilt auch Per Lockl als ernstzunehmender Kandidat für eine Option im zentralen Mittefeld.

Gegen den FC Metz bereitete er den Siegtreffer mit einem schönen Steilpass auf Conor Noß sehenswert vor. Dies allein wird jedoch nicht dafür den Ausschlag geben, dass man mit dem Ex-Stuttgarter rechnen muss.

4. Conor Noß

Conor Noss
Conor Noß nahm sich Hütters Kritik zu Herzen / Christof Koepsel/Getty Images

Der irische U21-Nationalspieler nimmt nicht zum ersten Mal an einer Vorbereitung der Profis teil. Doch in diesem Jahr zeigte sich der 20-jährige Conor Noß energischer und auffälliger, als in den Jahren zuvor.

Nach einem mageren Spiel im ersten Test gegen Viktoria Köln nahm sich Hütter den Youngster zur Brust. In der Folge traf Noß gegen Paderborn und erzielte zudem den Siegtreffer gegen Metz.

Betrachtet man die - wohl langwierigen - Ausfälle von Embolo und Plea, dann könnte sich Noß tatsächlich als Alternative für die Offensive entpuppen. Das Talent sieht sich selbst eher auf der Zehnerposition, kann aber auch auf den Außen oder im Sturmzentrum eingesetzt werden.

Bleibt Noß weiter am Ball, dann könnte er den umgekehrten Weg seines Kollegen Hannes Wolf einschlagen, der in der Vorsaison die guten Leistungen der Sommer-Vorbereitung lange Zeit nicht in die Bundesliga übertrug.

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