Borussia Mönchengladbach

Nach Debakel in Dortmund: Kritik in Gladbach groß - "Deswegen stehen wir da, wo wir stehen"

Yannik Möller
Adi Hütter
Adi Hütter / Markus Gilliar/GettyImages
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Das 0:6-Debakel gegen Borussia Dortmund aus Sicht von Borussia Mönchengladbach nach ausgeglichener Anfangsphase hat richtig gesessen. Entsprechend groß ist die Kritik und entsprechend schlecht die Laune.


Anstatt eines möglichen Befreiungsschlages durch einen Auswärtssieg beim BVB bekamen die Gladbacher am Sonntagnachmittag die Hütte voll: Aufgrund der zweiten Halbzeit und oftmals eklatanten Fehlern ging die 0:6-Niederlage schlussendlich auch in der Höhe in Ordnung.

Es ist ein erneuter Rückschlag für die Fohlenelf, die weiterhin lediglich vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt steht. Sowohl die Spieler als auch der Trainer zeigten sich bitter enttäuscht von dem Auftritt und mahnten vor schwierigen Wochen.

"Was dann ab dem 3:0 passiert, das geht einfach nicht. Da sind wir in unsere Einzelteile zerfallen, das ist etwas, was mir nicht passt", ärgerte sich Adi Hütter nach der Partie bei DAZN. "Das geht nicht in der Form, dass wir dann so sorglos spielen. Das gilt es auch scharf zu kritisieren, keine Frage."

Natürlich könnte man mal in Dortmund verlieren, so der Coach, aber: "Man kann nicht gegen Borussia Dortmund so offen spielen, nicht kompakt sein und noch drei Tore kassieren. Aber bis zum 3:0 war das eine sehr ordentliche Leistung." Zudem haderte er mit ein, zwei Torchancen, die kurz vor dem dritten Gegenschlag nicht genutzt worden. Mit einem Anschlusstreffer wäre ein Aufbäumen vielleicht noch möglich gewesen.

Hofmann: Gladbach-Auftritt war "sehr unreif"

"Wir machen viel zu viele Fehler in allen Bereichen, und deswegen stehen wir da, wo wir stehen, ganz einfach!", bilanzierte ein wütender Christoph Kramer. Wenn du "nach einem 6:0 hier stehst", so der ehemalige Nationalspieler weiter, "dann kannst nichts Positives sehen und finden, aber es war bis zum 3:0 wirklich nicht verkehrt", erklärte er - sehr ähnlich wie Hütter.

Teamkollege Jonas Hofmann, der zwischenzeitlich mit einem Lattentreffer für Aufsehen sorgte, nannte den Auftritt im Hinblick auf das Resultat "sehr unreif": "Spätestens nach dem 0:4 weißt du dann, es ist gelaufen, dann darf das fünfte oder sechste auch nicht mehr fallen."

Hofmann weiter (via GladbachLive): "Wir hatten in der ersten Hälfte drei Riesenchancen, von denen wir mindestens eine machen müssen. Wir wollten sie früh verunsichern, was leider nicht geklappt hat. [...] Es ist sehr schwer heute irgendetwas positives aus diesem Spiel herauszuziehen. Es gilt jetzt, dieses Spiel aus den Köpfen zu bekommen."


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