Borussia Mönchengladbach

Kein Wendt-Nachfolger: Gladbach will Andreas Poulsen loswerden!

Simon Zimmermann
Andreas Poulsen im Fohlentrikot in der Sommer-Vorbereitung
Andreas Poulsen im Fohlentrikot in der Sommer-Vorbereitung / Robin Marchant/GettyImages
facebooktwitterreddit

Borussia Mönchengladbach wird im Sommer einen personellen Umbruch vollziehen müssen. Der einst als Wendt-Nachfolger verpflichtete Andreas Poulsen soll dann nicht mehr für die Fohlenelf spielen. Zur Not will der VfL den Dänen kostenlos ziehen lassen.


Die schlimmsten Abstiegsängste dürfte Borussia Mönchengladbach mit dem Sieg in Bochum (der trotz Abbruch für die Fohlen gewertet werden dürfte) hinter sich gelassen haben. Die Planungen der Verantwortlichen können sich bereits auf den Sommer richten - wenn sich am Niederrhein personell einiges tun wird.

"Im Sommer steht der große Umbruch bevor, allerdings mit erheblich geringeren finanziellen Möglichkeiten als in den letzten Jahren. Wir werden verkaufen, ohne gleichwertig ersetzen zu können."

Die Worte von Gladbachs Kader-Planer Steffen Korell im Gespräch mit 11 Freunde skizzieren die Situation genau. Die Fohlenelf wird umgebaut werden müssen, allein schon aus finanziellen Gründen. Stars wie Marcus Thuram, Alassane Plea oder Florian Neuhaus stehen vor dem Abschied. Matthias Ginter ist bereits sicher weg.

Poulsen-Transfer war ein Fehlgriff

Zudem muss sich der neue Sportchef Roland Virkus auch mit einigen Kader-Altlasten beschäftigen. Allen voran gilt das für Andreas Poulsen. Der 22-jährige Däne kam 2018 für 4,5 Millionen Euro Ablöse vom FC Midtjylland. In Gladbach sollte er als Nachfolger von Oscar Wendt aufgebaut werden. Gleich für fünf Jahre unterschrieb Poulsen am Niederrhein.

Doch die Erwartungen konnte er nie erfüllen. In der Bundesliga durfte er kein einziges Mal ran, nur 32 Pflichtspiel-Minuten in der ersten DFB-Pokalrunde 2018/19 stehen zu Buche. Der VfL versuchte Poulsen per Leihe Spielpraxis zu geben. Zweimal zu Austria Wien, aktuell in die 2. Liga zum FC Ingolstadt.

Auch dieser Plan schlug krachend fehl. Selbst beim Zweitliga-Tabellenletzten aus Ingolstadt spielt Poulsen überhaupt keine Rolle. Zwei Einsätze hat er bislang erst absolviert, am 6. und 7. Spieltag. An den übrigen Spieltagen stand der Däne gleich 14 Mal gar nicht erst im Kader. Selbstredend wird der FCI die Kaufoption für Poulsen nicht ziehen.

Gladbach will Poulsen zur Not ablösefrei abgeben

Klar ist auch, dass Poulsen in Gladbach keine Zukunft haben wird. Sein Vertrag ist allerdings noch bis 2023 gültig. Wie die Bild nun berichtet, will man den 17-fachen U21-Nationalspieler schon diesen Sommer loswerden und von der Gehaltsliste streichen (soll rund eine Million Euro im Jahr verdienen). Dafür sei man in Gladbach sogar bereit, den Linksverteidiger auch ohne Ablöse ziehen zu lassen.

Sonderlich groß wird Poulsens Markt im Sommer aber nicht sein - nicht mal, wenn er ablösefrei zu haben ist...


Alles zu Borussia Mönchengladbach bei 90min

facebooktwitterreddit