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Guerreiro will Leader-Rolle beim BVB einnehmen

Yannik Möller
Raphael Guerreiro möchte beim BVB eine Anführer-Rolle einnehmen
Raphael Guerreiro möchte beim BVB eine Anführer-Rolle einnehmen / Christof Koepsel/Getty Images
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Schon ein paar Jahre spielt Raphael Guerreiro inzwischen für den BVB. Nun ist es seiner Meinung nach an der Zeit, innerhalb des Teams eine Anführer-Rolle einzunehmen. Damit möchte er seiner "sehr guten Mannschaft" helfen und sie zum Erfolg führen.


In der Schweiz, genauer gesagt in Bad Ragaz, bereitet sich Borussia Dortmund dieser Tage auf die bevorstehende Saison vor. Nun ist auch Raphael Guerreiro dabei, der nach seinem durch die EM verlängerten Urlaub wieder zur Mannschaft stieß. Der Portugiese geht mit Schwarz-Gelb bereits ins sechste Jahr.

Im Sommer 2016 war der damals 22-Jährige vom französischen FC Lorient in den Ruhrpott gewechselt. Das ist bereits eine für Fußball-Verhältnisse kleine Ewigkeit her. Noch vor der Rückrunde der kommenden Spielzeit wird er seinen 28. Geburtstag feiern. Grund genug für ihn, innerhalb des Teams eine neue Aufgabe einnehmen zu wollen.

Guerreiro inzwischen "älter als der Durchschnitt der Mannschaft"

"Ich bin älter als der Durchschnitt der Mannschaft. Und ich werde meine Rolle so ein bisschen als Anführer, als Guide einnehmen", erklärte er (Zitate via Sky). Aufgrund seiner Französischkenntnisse wolle er vor allem den jungen Neuzugängen Abdoulaye Kamara (16) und Soumaila Coulibaly (17) unter die Arme greifen.

Sein persönliches Ziel für diese Spielzeit sehe er insbesondere darin, "möglichst wenig verletzt zu sein, damit ich am besten spielen kann und damit ich am meisten Nutzen für das Team bringe". Der BVB habe eine "sehr gute Mannschaft", die große Ziele erreichen könne.

Raphael Guerreiro
Für den BVB hat Raphael Guerreiro eine große Bedeutung / Mika Volkmann/Getty Images

Aber nur gemeinsam, wie Guerreiro betont: "Alles geht nur durch harte Arbeit. Wir müssen trainieren, wir müssen uns kennen - auf dem Feld und was der Coach will. Auch abseits des Platzes müssen wir uns kennen und verstehen lernen." Auch Marco Reus hatte dieser Tage von großen Zielen gesprochen.

Doch das Auftreten als Einheit sei dafür elementar wichtig. Denn der "Erfolg ist eine Kollektivleistung", weiß der portugiesische Nationalspieler. In seiner neuen Leader-Rolle möchte er dafür sorgen, dass dieses Kollektiv geschaffen wird.

Er selbst würde sich bei dieser Mission natürlich gerne auf seiner "Lieblingsposition als Linksverteidiger" sehen. Eine Position, die Guerreiro immer einnahm, wenn er einsatzbereit war. Dass er dadurch auch in der Offensive mitarbeiten kann, ist ein Vorteil für ihn. Er kann aber genauso die kreativen Impulse aus dem Zentrum geben.

"Ich muss mich da anpassen und da spielen, wo es der Coach will", so der gebürtige Franzose. Mehrere Optionen sind dafür jedenfalls vorhanden. Für ihn ist klar: "Diese Entscheidung muss ich respektieren, wenn er mich überhaupt spielen lässt. Und dann natürlich am liebsten auf links."

Mit Marco Rose habe er sich zwar schon ausgetauscht. Doch sei man dabei noch nicht wirklich auf seine Spielphilosophie und Pläne mit ihm eingegangen. Das werde im größeren Rahmen innerhalb der nächsten Tage passieren.

Seine Rolle als Leader hat Guerreiro jedenfalls schon angesichts des Neuzugangs Donyell Malen eingenommen. "Ich habe ihm ein bisschen erklärt, wie es hier bei der Borussia läuft. Ich freue mich schon, ihm das Stadion zu zeigen. Auch von den Fans konnte ich ihm natürlich viel erzählen", berichtet er von ersten Gesprächen mit dem Niederländer, dessen Transfer noch offiziell gemacht werden muss.

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