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Experte erklärt Dortmunder Verletzungsprobleme

Daniel Holfelder
Der BVB hat seit geraumer Zeit mit einem Verletzungsproblem zu kämpfen
Der BVB hat seit geraumer Zeit mit einem Verletzungsproblem zu kämpfen / Visionhaus/GettyImages
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Der BVB hat unter Marco Rose mit zahlreichen Verletzungen zu kämpfen. Ein Experte meint zu wissen, was die Dortmunder falsch machen.


Beim BVB sucht man seit geraumer Zeit nach der Ursache für die zahlreichen Verletzungen in dieser Saison. Vor allem die vielen Muskelverletzungen - 33! - geben Rätsel auf.

Die Sport Bild präsentiert in Person des bekannten Sportwissenschaftlers Dr. Ingo Froböse nun eine Erklärung für die Dortmunder Probleme.

Froböse, der sich sicher ist, dass die Verletzungssorgen auf falsches Training zurückzuführen sind, erklärt: "Muskelverletzungen entstehen, wenn Muskeln übermüdet sind. Was ich vermute, ist, dass die Muskulatur der BVB-Spieler, was Schnelligkeits-Belastung angeht, überproportional gefordert ist. Wenn man zum Beispiel zu viel Schuss-Training macht, zu viel Sprint-Training und das dann noch in Kombination. Das gepaart mit einer hohen Geschwindigkeit im Spiel führt dazu, dass sich die Muskulatur nie richtig erholen kann."

"Ich glaube, man quetscht zu früh und zu intensiv die Leistung von Spielern aus"

Ingo Froböse

Der Sportwissenschaftler empfiehlt dem BVB daher, das Thema Regeneration stärker in den Vordergrund zu stellen. Ferner beobachtet Froböse, dass die Schwarz-Gelben zu viel von den jungen Spielern fordern.

"Es ist gut zu beobachten, dass sie sehr früh Spieler hochleistungsfähig machen - dann aber auch früh wieder verlieren. Und hier sehe ich einen Systemfehler", so der Experte. "Ich glaube, man quetscht zu früh und zu intensiv die Leistung von Spielern aus."

BVB reagiert zurückhaltend

Angesprochen auf Froböses Analyse gibt sich BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl eher zurückhaltend: "Ich persönlich halte jegliche Bewertung von außen - ohne genaue Diagnosen, Verletzungshistorien, aktuelle Bilder oder Belastungsanalysen unserer Spieler zu kennen - für grenzwertig und möchte daher nicht näher darauf eingehen!"


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