Bericht: FC Bayern will United-Kapitän - Werben um Bruno Fernandes als Indiz für Tuchel-Verbleib?

  • Der FC Bayern soll aus zwei Gründen zuversichtlich sein, Bruno Fernandes im Sommer verpflichten zu können
  • Werben um den Kapitän von Man United könnte ein Indiz für eine Tuchel-Kehrtwende sein
Plant der FCB einen Versuch bei Bruno Fernandes?
Plant der FCB einen Versuch bei Bruno Fernandes? / Michael Regan/GettyImages
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Ende Januar 2020 wechselte Bruno Fernandes für 65 Millionen Euro von Sporting zu Man United. Der portugiesische Spielmacher galt schon zuvor als Fan der Red Devils und erfüllte sich mit seinem Wechsel einen Traum. Im Old Trafford legte Fernandes auch beeindruckend los: Acht Tore und sieben Vorlagen gelangen ihm in seinen ersten 14 Premier-League-Spielen.

Der 64-fache Nationalspieler ist längst zum Fanliebling bei den Red Devils geworden. Und als Kapitän eine unverzichtbare Größe im Team. Anfang April 2022 hatte Fernandes seinen Vertrag bis 2026 verlängert. Wie bei United üblich, besitzt der Klub die Option auf ein weiteres Vertragsjahr. Sein Markwert wird aktuell auf 70 Millionen Euro geschätzt. Dieser lag bis Mitte 2022 aber sogar schon bei 90 Millionen Euro.

Das Minus ist auf der einen Seite zu erklären mit den nun fast schon konstant durchschnittlichen Leistungen der Mannschaft. Aber auch mit Fernandes' Formkurve selbst. Schaffte er in seiner ersten vollen Premier-League-Saison noch 18 Tore und elf Vorlagen, sind es einen Spieltag vor Saisonende 23/24 "nur" zehn Tore und sieben Assists.

Klar ist aber auch: Fernandes ist Unterschiedsspieler mit dem Potenzial zur Weltklasse. Umso erstaunlicher, dass der FC Bayern sich Hoffnungen darauf machen soll, Fernandes schon diesen Sommer nach München locken zu können. Davon berichtet zumindest Miguel Delaney, Chefreporter vom durchaus als eher seriös einzustufenden britischen Blatt The Independent.

Bayern zuversichtlich im Werben um Bruno Fernandes

Demnach sei der Glaube bei den FCB-Verantwortlichen an einen Fernandes-Transfer aus zwei Gründen groß:

Zum einen, weil die Frustration beim Portugiesen angesichts der ständigen Krisen im Old Trafford wachsen soll. Man United droht die Saison auf Rang acht zu beenden - der schlechtesten Platzierung der Premier-League-Ära. Europäisch werden wir die Red Devils kommende Saison nicht sehen.

Zum anderen, weil auch die United-Verantwortlichen offen für einen Deal sein sollen. Mit INEOS gibt es neue Miteigentümer, die die künftige Ausrichtung des Klubs hauptsächlich bestimmen wollen. Es wird erwartet, dass im Sommer ein größerer Personalumbruch vollzogen wird. Dafür braucht es - auch wegen der strengeren Finanzregeln der Premier League - Einnahmen durch Spielerverkäufe. Zudem ist auch die Zukunft von Trainer Erik ten Hag ist noch offen.

Fernandes-Werben als Indiz für Tuchel-Verbleib?

Der wurde (und wird) auch mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. An der Säbener Straße sucht man bekanntlich weiter fieberhaft nach einem Tuchel-Nachfolger. Oder wird das nun doch Thomas Tuchel selbst?

Bild und Sky berichten übereinstimmend, dass eine Kehrtwende wieder möglich erscheint. Prominente Namen aus der Mannschaft (wie Neuer, Müller, Kane) sollen sich aktiv für einen Tuchel-Verbleib ausgesprochen haben. The Independent sieht das Werben um Fernandes ebenfalls als Indiz dafür. Schließlich habe Tuchel einen weiteren Kreativspieler gefordert. Fernandes würde in dieses Profil passen.


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