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International

Courtois geht die UEFA an: "Ihnen sind die Spieler egal"

Yannik Möller
Thibaut Courtois äußerte klare Kritik
Thibaut Courtois äußerte klare Kritik / John Berry/GettyImages
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Thibaut Courtois hat die UEFA wegen der Nations League und dem Spiel um Platz drei scharf kritisiert. Während dem Verband die Spieler egal seien, ginge es ihnen damit nur um noch mehr Geld, so der Torwart Belgiens.


Die Nations League als Konzept bringt schon ordentlich Verwirrung und Kritik mit sich. Viele Fans wissen bis heute noch nicht, wofür dieses zusätzliche Turnier überhaupt da ist, wo der Sinn und Zweck ist und was die Nationalmannschaften zu gewinnen oder zu verlieren haben. Keineswegs überraschend, möchte man meinen.

Zusätzliche Kritik kommt nun von Thibaut Courtois. Der Nationalkeeper Belgiens äußerte sich mit sehr deutlichen Worten gegen die UEFA. Der Auslöser: das Spiel um den dritten Platz, das eigentlich völlig belanglos ist. In diesem Fall traten Italien und Belgien gegeneinander an (2:1).

Courtois geht die UEFA an: "Niemand interessiert sich für uns"

"In diesem Spiel geht es nur ums Geld, da müssen wir ehrlich sein. Wir haben hier nur gespielt, weil es für die UEFA zusätzliches Geld bedeutet, ein weiteres Spiel im Fernsehen. Für uns ist es an sich ein gutes Spiel, weil es gegen Italien geht und für Italien geht es gegen Belgien. [...] Aber man hat ja schon gesehen, wie viel in den Aufstellungen geändert wurde", so der 29-Jährige nach Abpfiff (via ESPN).

"Das zeigt, dass wir einfach zu viele Spiele spielen", betonte er. Durch weitere Nationalspiele im Juni und der Weltmeisterschaft im November und Dezember sei die Verletzungsgefahr viel zu hoch. "Niemand interessiert sich für uns Spieler. Nach einer langen Saison muss man direkt vier Spiele in der Nations League absolvieren. Mit zwei Wochen Urlaub. Das reicht nicht, damit Spieler auf höchstem Niveau weiterspielen können."

Dazu kritisierte er weitere Projekte für die angedachte Super League. Nur ein weiterer Wettbewerb, eine weitere Trophäe, um weitere Partien abhalten zu können. Das gleiche Prinzip, das der Torhüter von Real Madrid ansprach.

Genauso problematisch sieht er die Vorstöße, die WM alle zwei Jahre zu veranstalten. "Wann sollen wir dann eine Pause bekommen? Niemals?", stellte er die rhetorische Frage, die er mit einem weiteren "niemand interessiert sich für uns" unterstrich.

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