Beispiel Itakura: Knäbels Zwiespalt bei der Transferpolitik

Jan Kupitz
Peter Knäbel
Peter Knäbel / Christof Koepsel/GettyImages
facebooktwitterreddit

Der FC Schalke verzichtete im Sommer auf die Möglichkeit, Ko Itakura fest unter Vertrag zu nehmen - eine Entscheidung, die im Fanlager für reichlich Diskussionen sorgte. Wie Peter Knäbel mit etwas Abstand darüber denkt.


Während seiner Leihe war Ko Itakura einer der besten Spieler des FC Schalke gewesen und ein maßgeblicher Eckpfeiler beim direkten Wiederaufstieg. Trotz seiner Wichtigkeit ließ S04 die Kaufoption für den Japaner in Höhe von 5,5 Millionen Euro verstreichen - Königsblau wollte das knapp bemessene Budget lieber in mehrere Spieler investieren, anstatt den Großteil für einen einzigen Akteur auszugeben.

Nun muss man nach der ersten Halbserie der Saison festhalten, dass dieser Plan nur bedingt aufgegangen ist. Denn während Itakura im Trikot von Borussia Mönchengladbach auf Anhieb überzeugte und aktuell auf bei der WM auftrumpft, blieben viele Neuzugänge des Aufsteigers bislang hinter den Erwartungen zurück. Da stellt sich die Frage, ob es nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, das Geld in wenige, dafür qualitativ hochwertige Spieler (wie eben Itakura) zu stecken.

"Man kann aus der Sommer-Transferperiode die Schlussfolgerung ziehen, dass man konzentriert mehr auf einen packt als das Geld auf viele zu verteilen. Dieses Thema kann man diskutieren", gab Peter Knäbel auf Nachfrage der WAZ zu.

Gleichwohl betonte der Sportvorstand, dass das Paket einer Itakura-Verpflichtung "wahnsinnig viel Geld gewesen" wäre, da neben der Ablöse auch ein entsprechendes Gehalt benötigt wurde. "Das hätte uns weit über unsere Grenzen gebracht", so Knäbel. "Und ich weiß nicht, wie wir jetzt rumjammern würden, wenn wir das getan hätten."

Derartige Gedankenspiele, das Geld lieber in einen statt in mehrere Spieler zu investieren, würden sich für die bevorstehende Winterpause ohnehin erledigen - insofern dürfte es diesmal weniger Diskussionen über Sinn und Unsinn solcher Aktivitäten geben. "Wir haben gar nicht so viel Geld zur Verfügung, dass man sagen könnte: Wir packen das auf einen Spieler", machte Knäbel deutlich.

Darüber hinaus ist klar, dass Schalke zur Rückrunde nicht nur einen, sondern mehrere Neue benötigt. Der kicker vermeldet, dass mindestens zwei Flügelspieler kommen sollen.


Spanien vs Deutschland: Die Analyse mit Tobias Escher


Alles zu S04 und der WM bei 90min:

facebooktwitterreddit