Bayern-Sponsor: Zieht jetzt plötzlich Qatar Airways die Konsequenzen?

Yannik Möller
FC Bayern München
FC Bayern München / Stefan Matzke - sampics/GettyImages
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Viele Fans und Mitglieder des FC Bayern fordern den Verein seit längerer Zeit auf, das Sponsoring mit Qatar Airways nicht weiter fortzuführen. Doch nun könnte der Sponsor selbst die Zügel in die Hand und von einer Verlängerung Abstand nehmen.


Das Sponsoring von Qatar Airways ist in München ein höchst umstrittenes Thema. Einerseits bringt es dem FCB jährlich rund 25 Millionen Euro ein, was insbesondere für den deutschen Profifußball eine beachtliche Zahlung bedeutet. Andererseits ist die Partnerschaft mit dem Land Katar, was mit dem Sponsoring zwangsweise einhergeht, umstrittener denn je.

Zwar brodelt das Streitthema bei den Bayern schon seit Längerem, doch hat die Weltmeisterschaft in Katar das Thema und vor allem auch die Probleme im Land des Gastgebers und Klub-Sponsors erneut auf die Tagesordnung gesetzt.

Zum Sommer hin muss entschieden werden, ob die Partnerschaft in eine neue Runde geht und verlängert wird. Während die Fans und Mitglieder streiten und debattieren, gibt es auch innerhalb des Vereins unterschiedliche Stimmen. Leon Goretzka erklärte vor der WM beim ZDF, dass er es als gut empfinden würde, in der nächsten Saison nicht mehr mit dem Logo auf dem Ärmel aufzulaufen. Uli Hoeneß hingegen lobte das Sponsoring und sah dadurch sogar positive Entwicklungen in Katar.

Katar-Sponsoring wackelt: Deutsches Image hat vor Ort durch WM gelitten

Nun könnte es aber sogar soweit kommen, dass nicht der Bundesligist über die etwaige Fortsetzung des Sponsorings entscheidet, sondern Qatar Airways selbst.

Laut der aktuellen Ausgabe der Sportbild wackelt die denkbare Vertragsverlängerung. Demnach hätten die Bayern-Bosse rund um Oliver Kahn, welche die primären Verhandlungspartner sind, bereits bemerkt, dass das deutsche Image in Katar zuletzt gelitten hat.

Die lautstarke Kritik an der WM und an Katar, sowohl aus Deutschland als auch aus der Nationalmannschaft und somit aus der Spitze des deutschen Fußballs heraus, war vor Ort ein großes Thema. Die Diskussionen um die 'One Love'-Binde und die Mund-zu-Geste könnten Auswirkungen für die Bayern haben.

Germany v Japan: Group E - FIFA World Cup Qatar 2022
Der Mund-zu-Protest der deutschen Nationalmannschaft / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Schon nach dem Ausscheiden des DFB-Teams verhöhnten ansässige TV-Sendungen die Mannschaft, in dem sie sich den Mund zu hielten und zum Abschied winkten. In einem Land, in dem alles sehr stark auf die mächtige Herrscherfamilie zurückzuführen ist, war das sicher keine zufällige Ausnahme.

Dem Bericht zufolge wäre es nicht überraschend, wenn zumindest die Konditionen des Sponsorings seitens Katar und Qatar Airways angepasst werden würden. Von den 25 Millionen Euro müsste sich der FCB dann verabschieden, insofern die Zusammenarbeit aufrechterhalten werden soll. Auch ein Ende der Partnerschaft steht im Raum - inzwischen wohl von beiden Seiten aus.



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