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Bayer 04 Leverkusen

Weiser klagt und will weg: "Das Beste, das Kapitel zu beenden"

Jan Kupitz
Mitchell Weiser will die Werkself verlassen
Mitchell Weiser will die Werkself verlassen / Lars Baron/Getty Images
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Mitchell Weiser ist bei Bayer 04 Leverkusen schon lange ohne echte Perspektive. Jetzt macht er öffentlich Druck, um den Verein verlassen zu können.


Stolze zwölf Millionen Euro hatte die Werkself im Sommer 2018 bezahlt, um Weiser von Hertha BSC loszueisen. Der ehemalige deutsche U-Nationalspieler wurde den Erwartungen unterm Bayerkreuz allerdings nur selten gerecht - zu seiner Ehrenrettung muss man zumindest erwähnen, dass er auch nicht immer richtig eingesetzt wurde und seine Stärken so nie richtig entfalten konnte.

Kurzum: Es hat einfach nicht gepasst zwischen dem ehemaligen Bayern-Profi und Bayer 04. Egal ob der Trainer Peter Bosz, Hannes Wolf und Gerardo Seoane hieß bzw. heißt.

Jhon Cordoba, Mitchell Weiser
Mitchell Weiser ist bei Bayer 04 ohne Perspektive / Pool/Getty Images

In der vergangenen Saison kam Weiser wettbewerbsübergreifend lediglich fünfmal zum Einsatz, in dieser Spielzeit steht er bislang bei zwei Einsatzminuten - herausgesprungen in der ersten DFB-Pokalrunde, als er kurz vor Schluss gegen Lok Leipzig eingewechselt wurde.

Weiser klagt über unfaire Behandlung

Öffentliches Klagen war dennoch nie vom 27-Jährigen zu hören. Bis jetzt. Denn gegenüber dem kicker teilte Weiser mit, dass er sich nach Spielpraxis und mehr Wertschätzung sehne: "Ich möchte in einem Verein wieder so etwas wie Freude empfinden, und das kann ich nur, wenn ich auch die Möglichkeit habe zu spielen."

Zudem leistete sich der Rechtsverteidiger einen kleinen Seitenhieb und erklärte vielsagend: "Wenn nicht mehr meine Leistung darüber entscheidet, ob ich spiele, ist es Zeit zu gehen."

Doch sein Vertrag bei Bayer 04 ist noch bis 2023 datiert - bewegen sich beide Seiten nicht aufeinander zu, könnte es schwer werden. Angebote für Weiser gibt es laut kicker derzeit keine, zudem müsste er bei einem Abgang Gehaltseinbußen in Kauf nehmen. Klar ist für den unzufriedenen Profi jedoch: "Für beide Seiten ist es sicher das Beste, das Kapitel zu beenden."

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