Bayer 04 Leverkusen

Diaby-Show bei Kantersieg gegen Betis: Leverkusen nimmt Kurs aufs Europa-League-Achtelfinale

Simon Zimmermann
Tapsoba feiert Doppelpacker Diaby
Tapsoba feiert Doppelpacker Diaby / INA FASSBENDER/GettyImages
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Bayer Leverkusen feiert ein Erfolgserlebnis in der Europa League. Die Werkself setzt sich mit einem starken Auftritt mit 4:0 gegen Betis Sevilla durch und nimmt damit Kurs auf den Gruppensieg. Moussa Diaby avanciert mit einem Doppelpack und zwei Vorlagen zum Matchwinner des Abends.


Tore:
1:0 - Diaby (42. Minute)
2:0 - Diaby (52.)
3:0 - Wirtz (86.)
4:0 - Amiri (90.)

Besondere Vorkommnisse:
Rot für Fekir & Demirbay (90.+3, Tätlichkeit)


Topspiel in Gruppe G. Bayer Leverkusen empfing als Tabellenführer das punktgleiche Real Betis. Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams 1:1. In der Liga mussten beide zuletzt Pleiten hinnehmen. Die Werkself verlor durch das 0:2 gegen Wolfsburg in der Tabelle weiter an Boden. Betis musste sich deutlich mit 0:3 gegen Atletico geschlagen geben und ist nur noch Fünfter in La Liga.

Bei Bayer 04 drückt zudem auch der Personalschuh. Trainer Gerardo Seoane wechselte seine Startelf im Vergleich zum Wochenende auf drei Positionen: Andrich, Diaby und Paulinho rückten für Bakker, Palacios und Alario ins Team.

Leverkusen dominiert Durchgang eins - Diaby trifft kurz vor der Pause

Die Werkself zeigte vom Start weg, dass man die jüngsten Rückschläge verkraftet hat. Diaby hatte nach 13 Minuten die erste Gelegenheit, sieben Minuten später hatte Adli Betis-Keeper Rui Silva schon überwunden, der Ex-Dortmunder Marc Bartra rettete jedoch vor der Linie.

Wieder nur vier Minuten später war der Ball im Tor. Diaby steckte auf Frimpong durch, der souverän ins kurze Eck einschob. Doch die Freude hielt nur kurz: Der VAR schaltete sich ein und erkannte auf Abseits.

Zehn Minuten vor der Pause hatte dann auch Betis die erste gute Gelegenheit. Nach einem Ballverlust von Andrich schickte Borja Iglesias Spielmacher Fekir, der vom Strafraumeck abzog. Hradecky war aber stark zur Stelle und lenkte den Schuss knapp neben das Tor.

In der 42. Minute gab es dann aber keinen Grund zu überprüfen: Paulinho eroberte den Ball im eigenen Strafraum, paste weiter auf Adli, der bis zum Betis-Strafraum marschieren konnte und dort auf Wirtz weitergab. Das Supertalent blieb ganz cool und chipte den Ball an den zweiten Pfosten, wo Diaby die Kugel mit dem schwächeren Rechten volley zum 1:0 in die Machen legte.

"Das 1:0 ist mehr als verdient. Es müsste eher 4:0 stehen."

Karl-Heinz Riedle in der Pause bei RTL

Diaby & Wirtz - Bayers Traumduo

Betis nahm sich zum Seitenwechsel sichtlich vor, auf den Ausgleich zu drängen. Doch in der 52. Minute war es erneut Diaby, der in die Maschen traf. Wirtz zog von links nach innen, sein Schuss wurde aber von Palacios abgeblockt. Die Kugel sprang vor die Füße von Diaby, der dieses Mal mit links abzog. Sein Schuss wurde von Betis-Verteidiger Victor Ruiz unhaltbar abgefälscht - 2:0!

In der 67. Minute kamen die Gäste aus Andalusien beinahe zurück ins Spiel. Fekir trat aus rund 20 Metern zum Freistoß an und zirkelte den Ball über die Mauer an den Querbalken. Hradecky wäre wohl machtlos gewesen.

Wirtz & Amiri erhöhen - Doppelrot in der Nachspielzeit

In der Folge blieb Betis zwar weiter gefährlich, große Torchancen spielten sich die Gäste aber nicht mehr heraus. Wenn, dann war Hradecky zur Stelle. Stattdessen nahm die Werkself Betis in der Schlussphase noch einmal auseinander. Zunächst war es Florian Wirtz, der kurz vor Schluss mit dem 3:0 alles klar machte. Die Vorlage gab Doppelpacker Diaby, der den Ball herrlich über die Abwehr hob. Wirtz hatte seinen Treffer zuvor selbst eingeleitet. Traumduo!

Kurz darauf spielte sich Diaby nochmal auf der linken Seite durch und legte gekonnt in die Mitte quer, wo Amiri den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

Bitter war dann aber noch die Szene in der Nachspielzeit: Fekir und Demirbay gerieten aneinander. Beide griffen sich an den Kopf und wurden von Schiedsrichter Taylor nach kurzer Rudelbildung mit Rot vom Platz gestellt.

In Gruppe G steht man nun drei Punkte vor Betis auf Platz eins und hat den direkten Vergleich für sich entschieden. Damit nimmt Bayer ganz klar Kurs aufs Achtelfinale.

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