Spiel gedreht - Gruppensieg perfekt: Leverkusen schlägt Celtic und zieht ins EL-Achtelfinale ein

Diaby gelang der goldene Treffer zum Gruppensieg
Diaby gelang der goldene Treffer zum Gruppensieg / Lukas Schulze/GettyImages
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Bayer Leverkusen hat den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Europa League verpasst. Die Werkself kam in der BayArena nicht über ein 2:2-Remis gegen Celtic Glasgow hinaus. Das Fernduell mit Betis Sevilla um Gruppenplatz eins entscheidet sich somit erst am letzten Spieltag.

Wie schon in Sevilla sicherte Robert Andrich Bayer wenigstens noch das Remis. Dieses Mal war der Mittelfeld-Motor mit einem Doppelpack zur Stelle. Der Spielbericht und die besten Netzreaktionen zum 2:2.


Tore:
1:0 - Robert Andrich (16. Minute)
1:1 - Juranovic (40.)
1:2 - Jota (56.)
2:2 - Andrich (82.)
3:2 - Diaby (87.)


Bayer Leverkusen wollte am Donnerstagabend Celtic Glasgow zum zweiten Mal besiegen. Mit drei Heimpunkten wäre Gruppenplatz eins in der Europa League schon vor dem letzten Spieltag perfekt. Und damit der direkte Einzug ins Achtelfinale.

Werkself-Coach Gerardo Seoane rotierte gegen die Schotten und nahm vier Wechsel an der Startelf vor: Kossounou, Hincapie, Paulinho und Palacios kamen für den Rot-gesperrten Demirbay, Sinkgraven, Tapsoba und Amiri ins Team. Vorne blieb es bei Wirtz und Adli, die sich als eine Art Doppelspitze im Sturmzentrum abwechseln sollten.

Früher Bayer-Führung und spätes Aluminiumpech - Celtic schlägt per Strafstoß zurück

Bayer 04 kontrollierte die Anfangsphase. Und war in der 16. Minute zur Stelle. Wirtz zirkelte einen Eckball auf den Kopf von Andrich, der sein zweites Europa-League-Tor erzielte. Am vierten Spieltag in Sevilla sicherte er Leverkusen schon den wichtigen Punkt gegen Betis.

(Spoiler: Mit Abpfiff der Partie waren es 16 direkte Torbeteiligungen)

In der 38. Minute wurde es dann erstmals richtig brenzlig im Bayer-Strafraum. Hradecky klärte die Kugel zwar, erwischte Celtics Furuhashi dabei aber unsanft. Schiedsrichter Anastasios Sidiropoulos ließ zunächst weiterspielen, doch der VAR schaltete sich ein. Nach kurzer Beratschlagung entschied der Grieche auf Strafstoß und zückte Gelb für Hradecky. Juranovic ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen und chippte den Ball gegen die Unterkante der Latte und ins Tor - 1:1.

Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Leverkusen dann fast noch zurückgeschlagen. Das Aluminium verhinderte gleich doppelt das 2:1. Zunächst war es Diaby, der den Ball mit einem satten Schuss ans Lattenkreuz zimmerte. Den Abpraller bugsierte Wirtz aus kurzer Distanz an den linken Pfosten.

Celtic kontert Bayer aus - Andrich mit Doppelpack

Auch im zweiten Durchgang hatte die Werkself die erste Großchance. Den Schuss von Diaby konnte Celtic-Keeper Hart per Fußabwehr klären. Adli war aber beim Abpraller zur Stelle. Doch dem Franzosen versprang der Ball aus vollem Lauf, weshalb Hart kurz vor der Linie ein zweites Mal klären konnte.

Nur drei Minuten später folgte die kalte Dusche: Jota brachte Celtic nach einem Konter in Front - 1:2 für die Gäste in der 56. Minute. Furuhashi nutzte einen Frimpong-Ausrutscher und konnte den Ball in aller Ruhe zu Jota querlegen, der platziert unten rechts einschob.

In der Folge entwickelte sich ein Privatduell zwischen Bayer-Stürmer Adli und Celtic-Keeper Hart. Zunächst konnte Hart einen Adli Schuss noch problemlos abwehren (74.). Sechs Minuten später wurde der Franzose perfekt geschickt und kam frei im Strafraum zum Abschluss. Hart war erneut mit dem Fuß zur Stelle.

Da brauchte es schon Robert Andrich für den Ausgleich. In der 82. Minute schnürte der Mittelfeld-Motor seinen Doppelpack. Nach einer Wirtz-Flanke legte der eingewechselte Amiri gekonnt auf Andrich ab, der flach ins kurze Eck einschob - 2:2!

Robert Andrich, Daley Sinkgraven, Moussa Diaby
Der Andrich-Doppelpack besorgte den Ausgleich / Lukas Schulze/GettyImages

Diabys Volley-Kracher bringt Leverkusen den Gruppensieg

Nur fünf Minuten später drehte Diaby die Partie erneut. Nach einem Angriff über links war Wirtz erneut der Vorlagengeber. Er hob den Ball perfekt für Diaby an, der die Kugel fulminant ins linke Eck platzierte. 3:2! Damit war nicht nur der Heimsieg perfekt, sondern auch Gruppenplatz eins.

Die Werkself kann sich so das Sechzehntelfinale sparen und direkt ins Achtelfinale einziehen.