Baumgart plädiert für Angriffsmodus auch in der nächsten Saison

Steffen Baumgart
Steffen Baumgart / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Steffen Baumgart hat dem 1. FC Köln eine mutige und intensive Spielphilosophie eingetrichtert. Diese möchte er in der nächsten Saison fortsetzen - trotz Sparkurs und drohenden Abgängen.


Kaum eine Mannschaft in Liga eins hat sich im Vergleich zur Vorsaison so sehr gewandelt, wie Köln es getan hat. Kämpfte der Klub in der letzten Spielzeit noch um den Klassenerhalt, wird zurzeit von Europa geträumt. Musste man sich im letzten Jahr noch von Punkt zu Punkt retten, ist das aktuelle Team von Steffen Baumgart auf Mut, Intensität und Aggressivität getrimmt.

Der Coach hat der Mannschaft eine Identität verpasst. Seinen spielerischen Ansatz wollte er beim Effzeh unbedingt durchziehen - und das hat er mit Erfolg geschafft.

Für ihn ist der derzeitige Erfolg mitsamt Chancen auf das internationale Geschäft allerdings erst "ein Startschuss". Für Baumgart ist schon jetzt klar: In der nächsten Saison bleibt man wortwörtlich im Angriffsmodus.

Baumgart will Fortschritte mit in die neue Saison nehmen - Transfer-Vorteil durch "geilen Fußball"

"Wir wollen uns stabilisieren und es wird auch kommende Saison das Ziel sein, so in der Bundesliga zu agieren, dass wir nicht in Abstiegsnöte geraten. Es wäre schön, wenn wir dann eine ähnliche Saison spielen könnten", erklärte er schon drei Spieltage vor dem Saisonende auf der Pressekonferenz.

Der notwendige Sparkurs, gepaart mit sich anbahnenden oder zumindest denkbaren Abgängen von wichtigen Stammspielern wie Anthony Modeste oder Salih Özcan, macht ihm dabei keine Sorgen.

Steffen Baumgart
Baumgart will Köln weiter formen / Lukas Schulze/GettyImages

Er "belaste" sich damit nicht und ist stattdessen der festen Überzeugung, dass erneut "eine gute Mannschaft" zusammengestellt wird. Baumgart betont die Früchte der aktuellen Saison: "Wir haben uns diese Saison einen klaren Vorteil erarbeitet: Mehr Werbung für Spieler, die geilen Fußball spielen wollen, konnten wir nicht machen. Deshalb fällt es natürlich leichter, gute Jungs vom FC zu überzeugen."

Wechselt ein Spieler nach Köln, weiß er genau, was für ein Spielstil ihn erwartet und welche Chancen er darin auch für seine eigene Entwicklung sehen kann. Wahrlich ein spielerischer Vorteil, gesät durch den 50-Jährigen, der sich auch auf so manchen Transfer auswirken dürfte.

Darin, dass trotzdem manch ein Spieler gehen wird, sieht er "keine Gefahren". Der entspannte Coach: "Wenn uns einer verlässt, gucken wir, wen wir dazu kriegen. Wir machen uns jetzt schon Gedanken, wo uns so etwas passieren kann und was die richtige Antwort sein kann, um unseren Weg erfolgreich weiter zu gehen."

Die Fans können sich also schon jetzt darauf freuen, in der nächsten Spielzeit den gleichen mutigen und offensiven Ansatz zusehen zu bekommen. Klar ist: Baumgart lässt sich von diesem Ansatz nicht abbringen.


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