FC Barcelona

Wegen Lewandowski: Barca-Präsident schießt gegen Liga-Chef zurück

Yannik Möller
Joan Laporta
Joan Laporta / Quality Sport Images/GettyImages
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Joan Laporta hat sich über die Aussagen von Liga-Chef Javier Tebas echauffiert. Die Bemerkung, der FC Barcelona könne sich Robert Lewandowski gar nicht leisten, ordnete er als Unfähigkeit ein.


Dicke Luft zwischen Javier Tebas und Joan Laporta. Tebas, der Chef der La Liga, schaltete sich zuletzt in den Poker um Robert Lewandowski ein. Dabei erklärte er, dass die anvisierte Verpflichtung "Stand heute" aufgrund der finanziellen Vorgaben gar nicht möglich sei.

Viel eher müsste der Klub "Einnahmen erzielen und Aktiva verkaufen", betonte er weiter. Damit bezog er sich auch auf die Gerüchte, dass Frenkie de Jong den Verein verlassen soll. Stattdessen solle man sich doch ein Beispiel an Real Madrid nehmen, wo "in den vergangenen zehn bis zwölf Jahren sehr gut gearbeitet" wurde.

Wenig überraschend wurden die Äußerungen in Barcelona nicht allzu freudig wahrgenommen.

"Beweis für seine verbale Unfähigkeit": Laporta schießt gegen Tebas

Entsprechend holt FCB-Präsident Laporta nun zum Rückschlag aus - und das sogar über die vereinseigenen Kanäle.

"Angesichts der Äußerungen des Präsidenten von La Liga, dass wir keinen Spieler verpflichten können, erlaube ich mir, Sie daran zu erinnern, dass seine Aufgabe darin besteht, die Interessen von La Liga und den Fußballvereinen zu wahren", so Laporta schon recht deutlich (via Sky).

Zudem verwies er darauf, dass er sich grundsätzlich nicht zu etwaigen Verpflichtungen Barcas zu äußern habe. Seine Feststellung: "Er schadet eindeutig den Interessen des FC Barcelonas."

Javier Tebas
Javier Tebas / Pablo Cuadra/GettyImages

Er wisse auch nicht, ob Tebas diese Aussagen "freiwillig macht oder nicht". Sollte er sie freiwillig machen, so Laporta weiter, "ist das ein klares Zeichen dafür, dass er den Interessen von Barcelona schaden will".

Sollten sie nicht freiwillig sein, dann wäre das "ein weiterer Beweis für seine verbale Unfähigkeit und den Wunsch nach Prominenz, den er hat".

Schnell ist zu merken: Die beiden werden sicherlich keine besten Freunde mehr. Zu sehr befürchtet Laporta Schaden durch derartige Erinnerungen an die finanzielle Lage der Katalanen. Ob sie angesichts geplanter Transfers vom Liga-Chef kommen müssen, sei dahingestellt. Allerdings ist der Verweis auf den riesigen Schuldenberg etwas, das angesichts der Causa Lewandowski zum Thema gehört.


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